Tore-Festival ohne Happy End

von Redaktion

Burghausens wilder Ritt beim 3:4 gegen Tabellenführer Nürnberg II

Nürnberg – Alles gegeben, nichts gewonnen – bitteres Fazit nach einer SiebenTore-Gala am Dienstagabend im Erlebnispark „flatbuy-Stadion an der Liebigstraße.“ Der SV Wacker Burghausen hängt nach dem 3:4 im Nachholspiel gegen den 1. FC Nürnberg II auf Tabellenplatz acht der Fußball-Regionalliga fest und hat sich einmal mehr nicht für den Aufwand belohnt. Die Nürnberger stehen dagegen bei fünf Punkten Vorsprung auf Unterhaching kurz vor dem Titelgewinn. „Das ist auch ein bisschen ein Sinnbild für die Saison. Oft gute Leistung gezeigt, nicht immer belohnt“, schwankte Burghausens Trainer Lars Bender zwischen Stolz und Frustration. In der turbulenten Partie vor 870 Zuschauen brachte Tino Kusanovic nach Zuckerpass von Kapitän Benedikt Kirsch und nach einem langen Zuspiel die Gäste mit einem Doppelpack in weniger als zwei Minuten in Führung (20. und 21.). Doch Burghausen, von Anfang an gut im Spiel und auch zunächst mit den besseren Möglichkeiten, zeigte Moral und so verkürzte Noah Shawn Agbaje nach einem perfekt getimten Gassenpass von Tom Sanne in der 27. Minute. Fast im direkten Gegenzug stellten die Gäste aber den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her, als Justin von der Hitz von der Grundlinie auf den mitgelaufenen Noah Maboulou ablegte: Aus 13 Metern schloss der der 21-Jährige direkt und präzise ins linke untere Eck zum 1:3 ab. Wiederum nur zwei Zeigerumdrehungen später inszenierten die Salzachstädter über Agbaje und Konstantin Gertig eine perfekte Flanke durch Faton Dzemailji, die Sanne per Kopf zu seinem fünften Saisontreffer nutzte.

Nach dem Seitenwechsel neutralisierten sich beide Mannschaften zunächst, doch in der 62. Minute fiel Felix Bachschmid am rechten Strafraumeck nach einer abgewehrten Flankedie Kugel auf den Schlappen und versenkte das Leder unter das Gebälk. Großer Jubel, aber nur sechs Minuten später die Ernüchterung: Der erst 16-jährige Marko Soldic markierte mit einem optimal platzierten Flachschuss aus 18 Metern den 3:4-Endstand.

SV Wacker Burghausen: Schöller – Turtschan, Schwarzensteiner, Mares, Gertig (ab 82. Woudstra) – Bachschmid, Bangerter – Agbaje, Sanne (ab 72. Soumare), Dzemailji – Müller (ab 72. Diowo).

Schiedsrichter: Treiber (FC Zell-Bruck).

Zuschauer: 870.

Tore: 0:1 Kusanovic (20.), 0:2 Kusanovic (21.), 1:2 Agbaje (27.), 1:3 Maboulou (37.), 2:3 Sanne (39.), 3:3 Bachschmid (62.), 3:4 Soldic (68.).

Besonderheit: Rote Karte für Diowo (90. + 6) wegen groben Foulspiels.

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