Buchbach – Große Verabschiedungszeremonie beim TSV Buchbach anlässlich des letzten Heimspieles am vergangenen Freitag. Der ehemalige Rekordspieler und Trainer Aleksandro Petrovic arbeitet ja schon seit Dezember bei der SpVgg Greuther Fürth als Co-Trainer, die Winterzeit hätte aber den passenden Rahmen nicht hergegeben und deswegen wählten die Rot-Weißen die Partie gegen Viktoria Aschaffenburg als offiziellen Termin.
Keine schlechte Wahl, denn das furiose 6:3 gegen die Mainfranken sorgte ja auch für die passende Stimmung. „Mit Aleksandro Petrovic verabschieden wir nicht nur einen Spieler oder Trainer. Wir verabschieden eine Persönlichkeit, die die Erfolgsgeschichte des TSV Buchbach über viele Jahre hinweg maßgeblich geprägt hat“, bedankte sich Abteilungsleiter Georg Hanslmaier beim 38-Jährigen, der in rund 400 Spielen knapp 100 Treffer für die Rot-Weißen erzielt hat: „Diese Zahlen sprechen für sich. Aber sie erzählen noch lange nicht alles. Denn was dich immer ausgezeichnet hat, waren nicht nur deine Leistungen auf dem Platz, sondern vor allem deine Leidenschaft, deine Loyalität und dein unermüdlicher Einsatz für unseren TSV Buchbach.“
Als Trainer-Novize fast
unsterblich gemacht
Zahllose Erfolge, angefangen vom Aufstieg in die Regionalliga bis hin zu dramatischen Szenen im Kampf um den Klassenerhalt haben die Spieler-Vita von Petrovic in knapp 14 Spielzeiten geprägt, nahezu unsterblich hat sich der gebürtige Giesinger aber als Trainer-Novize in eigentlich aussichtsloser Lage mit seiner spektakulären Rettungsaktion in der Saison 2023/24 gemacht. Hanslmaier: „Dafür werden wir dir immer dankbar sein.“ Die Vizemeisterschaft in der darauffolgenden Saison hat dann natürlich maßgeblich dazu beigetragen, dass Petrovic seinen Traum vom Profifußball verwirklichen konnte, hat aber auch den Namen TSV Buchbach weit über die Grenzen des bayerischen Amateur-Fußballs weiter bekannt gemacht.
„Ich bin als Stadtkind gekommen und habe in Buchbach eine Familie gefunden“, erinnerte Petrovic, der mit Frau und Töchterchen aus Fürth anreiste, an seine Anfänge nach dem unglücklichen Profi-Abenteuer in jungen Jahren bei Dynamo Dresden und ergänzte: „Buchbach wird immer mein Zuhause bleiben.“
Als Zeichen der immensen Wertschätzung verkündete Hanslmaier, dass die Rückennummer 29, die Petrovic getragen hat, beim TSV Buchbach nicht mehr vergeben wird: „Die Nummer gehört für immer dir allein. Wir sagen nicht nur Danke für Tore, Spiele und Erfolge. Wir sagen Danke für deine Menschlichkeit, deine Treue und deine Freundschaft.“
Nicht ganz geklappt hat allerdings die Übergabe eines Stückes speziell präparierten und versiegelten Rasens aus der SMR-Arena, der Petrovic auf immer an die unvergesslichen Spiele und Momente erinnern soll, weil das „heilige“ Rasenstück nicht rechtzeitig am Freitag eingetroffen ist. Nachlieferung folgt!
Auch Zada und Ndombe verlassen den Verein
Wie bereits seit längerer Zeit bekannt, mussten sich die Buchbacher am Freitag auch von Rekordspieler Sammy Ammari, Interimstrainer Kevin Hingerl, Benedikt Orth und Eigengewächs Manuel Mattera verabschieden. Darüber hinaus werden auch Reza Sakhi Zada und Erwin Ndombe den Verein am Saisonende verlassen.