Wasserburg – Samed Bahar steht wohl wie kaum ein anderer für die aktuelle gute Stimmung beim TSV Buchbach. Der 28-Jährige geht auf dem Platz nicht nur als Kapitän des Fußball-Regionalligisten voran, sondern trägt sich auch regelmäßig in die Torschützenliste ein. Beim 6:1-Erfolg gegen den TSV Wasserburg im Toto-Pokal erzielte Bahar das zwischenzeitliche 2:0 – er traf somit in jedem der vier Buchbacher Pflichtspiele in dieser Saison mindestens einmal. Nach dem Pokaltriumph sprach Bahar über den starken Saisonstart des Regionalligisten, lobte Gegner Wasserburg und erklärte, was Buchbach so stark macht.
Wie sind Ihre Gefühle nach dem Spiel? War es ein Pflichtsieg oder mehr?
Pflichtsieg auf gar keinen Fall. Erstens ist es Pokal, da ist alles möglich. Und zweitens hatten wir irgendwo im Kopf, dass wir am Freitag wieder spielen müssen. Wir sind echt froh, dass wir sehr gut gestartet sind, deswegen konnten wir es zum Schluss etwas ruhiger angehen lassen. Aber einen Pflichtsieg hier in Wasserburg? Das kann man so nicht sagen. Das war schon harte Arbeit.
Sehr viel lobende Worte für einen Gegner, der sich aktuell in schlechter Form befindet.
Es ist ein Unterschied zwischen Landesliga und Bayernliga. Ich glaube, die Jungs müssen sich noch daran gewöhnen. Aber der Verein macht einen richtig geilen Eindruck. Ich glaube, dass sie ihre Punkte holen und nicht absteigen werden.
Buchbach ist in dieser Saison noch ungeschlagen. Warum läuft es aktuell so gut?
Mit der Tiefe des Kaders hat die sportliche Leitung viel richtig gemacht. Wir haben gute Jungs geholt, die auch willig sind und nicht nur qualitativ, sondern auch vom Charakter her passen. Deswegen sind wir eine geile Mannschaft und nehmen diesen Schwung auch in die Spiele mit.
Wasserburg hat es Ihnen anfangs noch schwer gemacht, dann wurde es aber deutlich.
Wir haben unsere Erfahrung und unsere Klasse spielen lassen. Bei aller Liebe, wir in Buchbach dürfen nicht über Plätze reden, aber das war schon schwer. Und da haben wir es echt pragmatisch gelöst, indem wir hinter die Kette gekommen sind. So hat es uns der Trainer auch gesagt, dass wir da Lücken finden werden – und das haben wir gleich beim ersten Tor geschafft.
Der Platz in Wasserburg ist nicht einfach zu bespielen. Für Sie war das aber kein großer Nachteil, oder?
Wir sind es einigermaßen gewohnt, aber wir können auch kämpfen. Das ist unser Vorteil. Wir haben uns in den letzten zwei, drei Jahren in Buchbach spielerisch weiterentwickelt, aber wir haben das Kämpferische dabei nicht verloren. Wenn wir das Spielerische und Kämpferische verbinden, dann wird es gegen uns sehr schwierig. Aber jetzt müssen wir noch ganz entspannt bleiben.
Am Freitag geht es für Sie gleich weiter. Was machen Sie, um die schweren Beine nicht noch schwerer zu machen?
Also auf alle Fälle zwei Tage Eistonne. Und nichts mehr mit Ball – den will ich zwei Tage nicht sehen.
An welchen Punkten müssen Sie für die nächsten Wochen festhalten? Und wo steckt noch Potenzial?
Wir müssen demütig bleiben, das müssen wir in Buchbach sowieso immer. Dann müssen wir auf einem hohen Niveau bleiben und in jedem Spiel die Energie hochhalten. Daran können wir noch mehr arbeiten, dass wir die Energie über 90 Minuten halten und nicht nur phasenweise.