Buchbach vor der Reifeprüfung

von Redaktion

TSV gastiert in Aubstadt – Zurawka: „Müssen an unser Limit gehen“

Buchbach – Mit dem TSV Buchbach und dem TSV Aubstadt treffen heute um 19 Uhr nicht nur zwei langjährige Rivalen der Fußball-Regionalliga Bayern aufeinander, sondern auch zwei Dorfvereine, die bislang noch ungeschlagen sind. „Wir müssen gegen Aubstadt wieder an unser Limit gehen“, weiß Buchbachs Trainer Sven Zurawka, der den zweiten Heimsieg dennoch als klares Ziel angibt: „Das ist eine Art Reifeprüfung, aber wir wollen die drei Punkte unbedingt bei uns behalten.“

Nach dem 2:0 zuletzt beim 1. FC Nürnberg stehen die Rot-Weißen vor dem vierten Spieltag in Bayerns Belleetage auf dem dritten Platz, den Zurawka unter allen Umständen verteidigen will. Die Gäste, die zum Auftakt Drittliga-Absteiger 1. FC Schweinfurt 05 mit 5:1 abgewatscht haben, hatten in Runde zwei frei und mussten sich am vergangenen Freitag dann mit einem 2:2 gegen den SV Wacker Burghausen begnügen.

Das Team von Trainer Claudiu Bozesan, der in seine zweite Saison mit Aubstadt geht, ist gespickt mit vielen Akteuren, die jede Menge Erfahrung in der Regionalliga Bayern mitbringen. Grundsätzlichen sind die Grabfelder eine der erfahrensten und wahrscheinlich qualitativ besten Mannschaften der Liga. Das sieht auch Buchbachs Kapitän Samed Bahar so: „Aubstadt zählt für mich zu den Favoriten. Es macht immer Spaß gegen diese Mannschaft zu spielen. Da sind viele gute Typen dabei, die auf einem hohen Niveau spielen. Daran kann man sich messen. Wir haben die Aufgabe in Nürnberg mit dem 2:0 erledigt, wenn wir auch gegen Aubstadt erfolgreich sind, können wir eine gute Saison spielen.“

Insbesondere mit Fabio Bozesan (25) und Rückkehrer Joshua Endres (29), der zuletzt zwei Spielzeiten in Schweinfurt war, haben sich die Aubstädter um Kapitän Steffen Behr gut verstärkt. Großes Plus ist die Ausgeglichenheit des Kaders, die vordere Reihe mit Max Grimm, Severo Sturm, Pascal Moll und Franz Helmer ist brandgefährlich, dahinter sorgen Endres, Leon Heinze, Timo Pitter und Ingo Feser für viel Betrieb. Grundsätzlich verzichten die Aubstädter trotz ihrer spielerischen Klasse auf totalen Ballbesitz-Fußball, sondern lauern auch gerne bei viel Kontrolle auf Umschaltmomente.

Bitter für die Gastgerber ist der Ausfall von Abwehrchef Rocco Tavra, der sich im Training eine Oberschenkel-Verletzung zugezogen hat. Sollte sich der Verdacht auf einen Muskelbündelriss erhärten, wird Tavra sechs bis acht Wochen fehlen. Tobias Heiland hatte am Anfang der Woche Probleme mit der Hüfte, da muss man abwarten, ob es bis zum Spiel heute gegen Aubstadt reicht. Die bereits vorher verletzten Josue M’bila, Florian Wiedl und Keeper Oskar Preil sind auch noch kein Thema, alle anderen Akteure stehen zur Verfügung und sind auch fit. Eine naheliegende Alternative für Tavra ist natürlich Routinier Philipp Walter, der zusammen mit Tizian Zimmermann die Innenverteidigung bilden könnte. Aber auch Leo Kainz, der sich zuletzt in Wasserburg gut geschlagen hat, stünde parat.

Inwieweit Daniel Muteba, der ja zuletzt in Nürnberg wieder für einige Minuten reinschnuppern durfte und auch gleich an den Toren beteiligt war, schon eine Option für die Startelf ist, muss man abwarten, aber wahrscheinlicher ist, dass Muteba erst noch auf der Bank Platz nehmen wird, um dann im Bedarfsfall für neue Impulse sorgen zu können.mb

Artikel 4 von 6