Erfindung zweier Maschinenbaustudenten

Futterschnecke als Arbeitserleichterung

von Redaktion

Die Fütterung der Rinder ist zeit- und kraftaufwendig. Simon Schwarzmoser und Fabian Kirmaier haben einen Weg gefunden, Landwirten ihre Arbeit zu erleichtern.

Buchbach-Gumpolding – Der Buchbacher Maschinenbaustudent Simon Schwarzmoser, der vor einem Jahr seinen Bachelor in Maschinenbau absolvierte und nun auf dem Weg zum Master ist, hat mit seinem Studienkollegen Fabian Kirmaier aus Schnaitsee bereits vor über einem Jahr die passende Lösung für die tägliche, zeit- und kraftaufwendige Arbeit bei der Rinderfütterung gefunden.

Grundlage dafür war ihr Motto: Der Körper ist das wichtigste Hilfsmittel des Landwirts. Nur ein gesunder Körper kann gute Leistung erbringen. Viele von ihnen merken die Schädlichkeit dieser Arbeit erst dann, wenn es oft zu spät ist. Denn das Nachschieben von Futter per Hand ist eine körperlich sehr beanspruchende Arbeit. Dabei werden der Rücken und die Bandscheiben stets zu stark belastet.

Dies war der Aufhänger, eine passable und, wenn möglich, auch finanzierbare Lösung zu finden. Dabei sollte die Qualität des Futters für die Rinder nicht leiden. Schon nach kurzer Zeit hatten sie für ihre Idee eine technische Lösung, aber das System sollte das Futter nicht nur am Fressplatz ablegen, sondern auch auflockern und durchmischen.

Nach einigen Tüfteleien – auch unter Mithilfe von PC-Programmen – konnten sie bald die ersten Versuche mit dem neuen Gerät machen. Dies überzeugte schnell die Landwirte in der Umgebung; ja, es hat sich herumgesprochen. Sie hatten also ihre Idee in die Tat umgesetzt und eine hydraulisch angetriebene Futterschnecke zur Erleichterung der täglichen Fütterung entwickelt.

Das Gerät legt dabei die Futterration nicht nur am Fressplatz der Rinder ab, sondern mischt und lockert sie gleichzeitig auf. Das körperintensive, zeit- und kraftaufwendige Anschieben der Futterration per Hand wird damit hinfällig.

Um ihre Erfindung marktfähig und in Serie bauen zu können, haben sie als Existenzgründer mit der „Kirsch-Farming“ ein eigenes Unternehmen in Schnaitsee gegründet, mit dem Leitsatz, die Futterschnecke so einfach und stabil wie möglich zu bauen. Die Futterschnecke ist solide verarbeitet und macht einen stabilen Eindruck. Der Anbau an den Traktor erfolgt über die Dreipunkthydraulik.

Inzwischen wird die Futterschnecke in Serie gebaut und ständig weiterentwickelt. Die Schnecke wird komplett in Deutschland gefertigt. Die Jung-Unternehmer verzichten auf Zwischenhändler und vertreiben die Schnecke übers Internet und halten damit die Preise niedrig.

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