Bauernland ohne Traktoren

von Redaktion

Massing – Ackern mit Kaltblut-Pferden und Brabanter gibt es am morgigen Sonntag im Freilichtmuseum Massing zu sehen. Einige Pferde-Spezialisten haben sich auf das Holzrücken in schwer zugänglichen Waldpartien verlegt. Dort, wo Traktoren und Harvester keine Wege mehr finden, ziehen Pferde bodenschonend Langholz zu den Ladeplätzen. Das Ackern mit Pferden aber ist fast völlig aus unserer Welt verschwunden. Nur die größeren Freilichtmuseen halten diese Kunst noch aufrecht, die aus der bäuerlichen Welt einige Jahrhunderte nicht wegzudenken gewesen war. Zwei Fachleute kann man auf dem abgeernteten Kornfeld des Freilichtmuseums Massing kennenlernen: Robert Baumann führt die Pferde, er hat sie auch abgerichtet, Alois Hofer kümmert sich um den Pflug. Der Pflug, den das Museum einsetzt, ist ein Brabanter. Diese Art Pflug, im 19. Jahrhundert in der belgisch-niederländischen Region Brabant entwickelt, war einmal auf jedem bayerischen Bauernhof vorhanden, jetzt ist er ein Museumsstück. Weil der Brabanter, vollständig aus Stahlbauteilen zusammengesetzt, zwar leicht, aber robust ist, kann er bis heute auf dem Acker eingesetzt werden. Komplett aus Metall gefertigt sind auch die Eggen, mit denen der Museumsacker nach dem Pflügen eingeebnet wird. Ackern und Eggen: von 10.30 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr.re

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