Kommentar

Klotz am Bein

von Redaktion

Fünf Millionen Euro Schulden im nächsten Jahr – ein Rekord, den Kämmerer Thomas Menzel von der Stadt Neumarkt-St. Veit zu Recht mit Bauchschmerzen verkündet. Damit wird deutlich: Mit dem Erwerb der drei Immobilien am Oberen Vormarkt hat sich die Stadt keinen Gefallen getan.

Der Kaufpreis der „ortsbildprägenden“ Häuser ist nämlich die eine Sache. Richtig teuer wird es dann, wenn es um deren Sanierung geht, bei der auch das Landesamt für Denkmalpflege ein Wörtchen mitzureden hat. Vor diesem Hintergrund konnte es nicht im Sinne des Steuerzahlers sein, einem privaten Investor – ohne Not – diese Gebäude abzutrotzen. Zumal es immer noch kein Konzept gibt, wie die Stadt das Gebäude-Dreierlei nutzen will.

Und so wird sich die Instandsetzung wohl als Luxus herausstellen, den sich die Stadt in absehbarer Zeit nicht leisten kann. Schon jetzt wird Geld umgeschichtet, um weitere Kreditaufnahmen zu vermeiden.

Die Konsequenz wird sein: Aufgrund der klammen Haushaltssituation werden die Immobilien vorerst ungenutzt bleiben – keine Bereicherung des Ortsbildes. Mit der Kaufentscheidung hat der Stadtrat also alles andere als Weitblick bewiesen.

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