Aus dem Stadtrat

Defizit geringer, Qualität gleich

von Redaktion

Ob die Kindertagesstätte Löwenzahn in der Trägerschaft der Stadt Töging verbleiben soll oder vom BRK übernommen werden soll, dazu gab es 2015 einen Bürgerentscheid. Danach übernahm das BRK – mit dem Ziel, das Defizit der Einrichtung zu verringern. Die Zahlen des ersten, vollen Betriebsjahres unter neuer Führung waren für den Stadtrat spannend.

Töging – Die CSU und Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst hatten seinerzeit dafür plädiert, die Trägerschaft an das Bayerische Rote Kreuz zu geben. Es könne effektiver verwalten. Kosten würden gespart. Damals trug die Stadt rund 55000 Euro Defizit pro Jahr. Andere fürchteten durch den Wechsel um die Qualität der Betreuung von Krippen- und Kindergartenkindern. Das Stadtoberhaupt sah sich durch die Zahlen von 2016 in seinem Kurs bestätigt: „Ohne dass es zulasten der Kinder geht, stellt es sich erfreulicher dar als erwartet.“

Franziska Birke, die im BRK-Kreisverband Altötting für Finanzen und Qualität zuständig ist, stellte dem Stadtrat die Zahlen des Betriebsjahres 2016 vor. Einnahmen von rund 635000 Euro standen Ausgaben von etwa 683500 Euro gegenüber.

Die Differenz, also das Betriebsdefizit, tragen Trägerin und Stadt Töging gemeinsam: 5000 Euro das BRK, rund 43000 Euro die Stadt. Allerdings seien davon bereits 40000 Euro über Abschläge bezahlt worden.

Birke betonte, dass sich gleichzeitig an der Qualität keinesfalls Verschlechterungen ergeben hätten: Das Team sei dasselbe, man ermögliche Weiterbildungen, der Betreuungsschlüssel zwischen Personal und Kindern sei sogar etwas besser als im bayerischen Durchschnitt. SPD-Stadträtin Birgit Noske sagte, die gute pädagogische Qualität der Einrichtung sei immer bekannt gewesen.

SPD-Stadtrat Werner Noske wollte in Bezug auf das geringere Defizit aber klarstellen: „Die Stadt bezahlt aber nicht nur 43000 Euro.“ Franziska Birke gab ihm recht, die Zahlungen von Kommunen an Träger von Kindertageseinrichtungen müssten in jedem Fall bezahlt werden.

Auch Bürgermeister Windhorst sagte, dass kommunale Zuschüsse bezahlt würden: etwa 40 Prozent zahle die Stadt, den Rest der Freistaat Bayern.

Der Stadtrat beschloss einstimmig, das Defizit aus dem Betriebsjahr 2016 zu übernehmen.

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