Überfüllt war die Friedenskirche in Neumarkt-St. Veit am Reformationstag 2017, wo evangelische und katholische Christen in einer Feierstunde des 500. Jahrestages des Beginns der Reformation gedachten. Pfarrerin Anke Sänger und Verbandspfarrer Franz Eisenmann gestalteten zusammen mit zwei Laien einen Gedenkgottesdienst. Mittels eines Kreises und seines Mittelpunktes wurde erläutert, dass Jesus Christus der Mittelpunkt unseres Glaubens ist, dem wir alle durch unsere Taufe auf Christi Namen angehören. Beide Geistliche und die Laien verdeutlichten, dass alle Getauften von Christus angenommen werden, und sie durch den Glauben zu ihm gelangen und bei ihm bleiben. In der Predigt von der Kanzel in der Friedenskirche ging Pfarrer Franz Eisenmann auf die Gründe ein, die Luther zum Thesenanschlag bewegt haben. Er stellte fest, dass der Ablasshandel zwar abgestellt wurde, dass aber die Reformation doch zur Spaltung der Kirche geführt habe. Es sei ganz wichtig und erfreulich, dass die Christengemeinden nicht mehr suchen, was sie trennt, sondern dass sie mehr und mehr finden, was sie vereint. Eine Annäherung der Kirchen sei deutlich zu spüren. Dieser Weg ist schon ein gutes Stück vorangeschritten, aber noch nicht zu Ende gegangen. Ein gemeinsames Mittagessen in der Friedenskirche mit den Geistlichen brachte die beiden Konfessionen ein gutes Stück näher.Foto Sanne Mai