Die Geschichte des Anna Hospizvereins passt einfach gut in die Weihnachtszeit. Eine Idee, die unscheinbar aus kleinsten Anfängen und gegen starken Widerstand zu einer Bewegung geworden ist, die den ganzen Landkreis erfasst hat. Inzwischen gibt es fast niemanden, der in schweren Tagen nicht direkt oder indirekt mit den Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen des Vereins in Kontakt gekommen wäre.
Dabei hat sich der Hospizverein nicht nur bei der liebevollen Sterbebegleitung als groß erwiesen. Er hat seit den ersten Tagen Weitblick bewiesen und Strategien entwickelt, damit sich Hospizbewegung und Schmerztherapie in Deutschland verbreiten. Als Beispiel sei die SAPV genannt, die „Spezialisierte ambulante Palliativversorgung“. Mit einer Million Euro aus Spenden angeschoben, hat sie der Anna Hospizverein modellhaft vorangetrieben, heute wird sie ganz regulär von den Krankenkassen bezahlt.
Jetzt also eine Hospizinsel. Wieder eine Idee, für deren Realisierung es eine Strategie, aber nur wenig Geld gibt. Da kommen die Heimatzeitungen und ihre Leser ins Spiel. Mit ihren Spenden wird die Hospizinsel gegründet. Ein Ort für alle, die nicht zu Hause sterben können, ihre letzten Tage aber in einem familiär und menschlich geführten Haus verbringen wollen. Gerade für schwerkranke junge Menschen eine wichtige Möglichkeit, die in der Region fehlt!
Und wenn das Geld aus der Spendenaktion aufgebraucht ist, können alle sicher sein, dass der Hospizverein die weitere Finanzierung durch eigene Spenden sicherstellen kann. So lange, bis auch die Idee der Hospizinsel in einem Gesetz samt Kostenübernahme durch die Pflegeversicherung veredelt wird. Das klingt zwar bürokratisch, bedeutet aber: Es ist Weihnachten. Markus Honervogt