„Vielleicht sollte ich für die nächste Veranstaltung dieser Art dann doch den Stadtsaal buchen“: Mit diesen Worten eröffnete der Ärztliche Direktor der Kreisklinik, Dr. Wolfgang Richter, angesichts der vielen Besucher den Diabetestag am Samstag im Foyer des Krankenhauses, das bis auf den letzten Platz besetzt war. Es war der vierte Informationstag aus der Reihe „4 x 4 der Gesundheit“ zum Thema Zuckerkrankheit. Richter bezeichnete Diabetes als Volksseuche Nummer eins, die leider immer mehr Verbreitung finde und ein rasantes Wachstum aufweise: „Die aktuellen Zahlen weisen bei etwa zehn Prozent der Bevölkerung eine Diabetes-Erkrankung aus – Tendenz steigend. Bis zum Jahr 2030 rechnet man mit einer Zunahme auf 20 Prozent, das heißt, jeder Fünfte aus der Bevölkerung ist dann davon betroffen.“ Insbesondere der Typ II verbreite sich stark, er gehe vor allem auf mangelnde Bewegung, falsche Ernährung und Fettsucht zurück, erklärte Richter (siehe auch das Interview „Drei Fragen an Dr. Susanne Modabberi“). Dabei könne man mit einer angepassten Lebensweise sehr viel für eine Vermeidung tun. Erschreckend sei das Ergebnis einer bundesweiten Studie, die ergeben habe, dass sich lediglich 13 Prozent der Bevölkerung viermal in der Woche jeweils eine halbe Stunde bewegen – ein viel zu geringer Anteil. Neben den vier Fachvorträgen der Referenten Dr. Helmut Rochlitz, Stefan Feige, Sandra Lerch und Sylvia Niederreiter sowie Manuela Käs zu den Themen „Sport bei Diabetes“, „Die zehn größten Diabetes-Irrtümer“, „Was kann ich meinen Füßen Gutes tun?“ und „Neue Technologien in der Diabetologie – Tools or Toys?“, hatten die Besucher die Möglichkeit, an verschiedenen Infoständen ihre Blutzucker- und Blutfettwerte ermitteln (oben rechts), eine Druckmessung zur Vorbeugung gegen Ulcera vornehmen (links) und sich über richtige Ernährung beraten zu lassen. Fotos wag