ÖDP wünscht sich mehr Mitglieder

von Redaktion

Hauptversammlung in Ampfing: Kreisvorsitzende Lisa Sieber kritisiert Unterschriftensammlung vor der Bundestagswahl

Mühldorf/Ampfing – Das Programm und die Gedanken der ÖDP sollen bekannter werden, wünscht sich die Kreisvorsitzende der Partei, Lisa Sieber. Als Direktkandidatin der zurückliegenden Bundestagswahl hat sie bei der Hauptversammlung beim Duschlwirt in Ampfing auch Bilanz über den Wahlkampf gezogen.

Derzeit habe der ÖDP-Kreisverband 36 Mitglieder, sagte Sieber in ihrem Bericht. „Ein bisschen mehr Mitglieder wären wünschenswert“, so die Kreisvorsitzende. Denn so sei es einfacher, das Programm der Partei bekannter zu machen. Und es sind die Inhalte, auf die Sieber baut: „Wir hören ganz oft: Ihr seid gut, aber ihr kommt nicht rein.“ Es sei ein Problem, dass Wähler ihre Stimme nicht der ÖDP gäben, weil sie befürchteten ihre Stimme ginge so verloren, weil die ÖDP an der Fünf-Prozent-Hürde scheitere.

Lisa Sieber fasste für die Mitglieder zum einen die Aktivitäten der zurückliegenden Monate zusammen. Insbesondere Aktionen gegen das Handelsabkommen TTIP seien gut angenommen worden.

An der Tatsache, dass sie Unterschriften sammeln musste, um überhaupt als Direktkandidatin der ÖDP antreten zu dürfen, übte Sieber Kritik. Diese Anforderung des Wahlrechtes sei für andere Parteien, die nicht im Bundestag vertreten waren, nicht angewendet worden.

Schatzmeister Georg Schmid konnte einen soliden Kassenstand vermelden – trotz Bundestagswahlkampfes. Anders als andere Parteien verzichtet die ÖDP auf Spenden von Unternehmen. Der stellvertretende Kreisvorsitzende und ÖDP-Kreisrat blickte auf wichtige Themen im Kreistag. Positiv wertete er das Konzept für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr, das auf Kreisebene angegangen wird – das komme Zielen des Parteiprogramms entgegen.

Lisa Sieber gab am Ende der Versammlung einen Ausblick: Die ÖDP will sich unter anderem an einem Volksbegehren mit dem Titel „Betonflut eindämmen“ beteiligen.

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