Berufliches Schulzentrum Mühldorf

Berufsperspektive „Pflege“

von Redaktion

Im Beruflichen Schulzentrum fand der Pflegetag 2017 unter dem Motto „Berufsperspektive Pflege“ statt. Über 230 Schülern wurden an 17 Ständen die beruflichen Möglichkeiten im Bereich der Pflege aufgezeigt. Dies war der vierte Pflegefachtag am Beruflichen Schulzentrum in Mühldorf.

Mühldorf – Schulleiter Max Heimerl bezeichnet die Pflege als Beruf mit Zukunft. „Im Jahr 2050 werden rund 5,3 Millionen Pflegebedürftige in Deutschland leben. Bis zum Jahr 2025 würde eine Lücke von bis zu 200000 Pflegekräften entstehen. Pflege ist Berufung und sinnstiftender Beruf, der nie langweilig wird“, erklärte der Oberstudiendirektor.

Der Landkreis Mühldorf ist die „Gesundheitsregion Plus“ mit 27 stationären Einrichtungen in der Alten- und Behindertenhilfe mit rund 2000 Plätzen. Dazu kommen 17 ambulante Pflegedienste mit rund 370 Mitarbeitern. Allein in der Altenhilfe, so Heimerl, sind im Landkreis Mühldorf sieben Vollzeitstellen nicht besetzt.

Heimerl stellte in der Aula des Beruflichen Schulzentrums die Ausbildung am Gesundheits- und Pflegezentrum BSZ Mühldorf vor. „Am Pflegezentrum können folgende Ausbildungen absolviert werden: Pflegehelfer, Pflegefachkraft, Bachelor-Pflege. Wir sind Vorreiter in der Generalistik“, stellte Heimerl heraus.

„Aufgrund des demografischen Wandels wird die Zahl der älteren Menschen, die auf Hilfe bei der Bewältigung alltäglicher Dinge angewiesen sind, weiter steigen. Pflege ist deshalb Zukunft, als Ausbildungsberuf oder auch zum Wiedereinstieg in das Berufsleben. Vom Mangel an Pflegepersonal ist jedoch auch der Landkreis Mühldorf betroffen. Und deshalb brauchen wir in diesem Bereich Fachkräfte, die durch eine qualifizierte Ausbildung den enormen Bedarf abdecken können“, stellte Landrat Georg Huber heraus.

Bei entsprechender Weiterbildung bietet der Beruf auch Aufstiegschancen. So kann man am Campus Mühldorf seit mittlerweile zwei Jahren den dualen Studiengang „Pflege“ absolvieren.

„Eine berufliche Tätigkeit in der Pflege bietet eine sichere und wohnortnahe Beschäftigungsmöglichkeit. Außerdem gibt es, wie der Fachtag heute eindrucksvoll zeigt, auch sehr vielfältige Arbeitsbereiche, sei es ambulant, stationär oder beratend“, betonte Georg Huber.

Bezirksrätin Claudia Hausberger und Stefan Pauler von der Regierung von Oberbayern stellten die beruflichen Möglichkeiten im Bereich der Pflege heraus. Beide warben für die Berufe im Pflegebereich.

Die organisatorische Gesamtleitung dieses vierten Pflegefachtags lag in den Händen von Veronika Marczuk, Abteilungsleitung der Berufsfachschule für Altenpflege mit Gesundheits- und Krankenpflege.

Unter dem Motto „Ich pflege gerne“ hat die Diakonie Neuendettelsau einen deutschlandweiten Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem Pflegefach- und Hilfskräfte der Altenpflege darstellen können, warum sie gerne pflegen. Hintergrund der Aktion ist das Bestreben, die schönen Seiten der Altenhilfe mehr in den Fokus der gesellschaftlichen Wahrnehmung zu lenken.

Während in den Medien Skandale und Missstände das tägliche Bild der Altenpflege prägen, werden die vielen mit Herzblut agierenden Pflegekräfte oft nicht sichtbar. Diese Verschiebung des öffentlichen Bildes hat auch die Klasse AP11a des Beruflichen Schulzentrums in Mühldorf am Inn schon häufig kritisiert. Und so war es für die angehenden Altenpflegerinnen und Altenpfleger eine Selbstverständlichkeit, ihr positives Verständnis von der Pflege alter Menschen zu zeigen. Unter dem Slogan „Motiviert von Anfang an!“ verpackte die Klasse 19 Gründe dafür, gerne zu pflegen, in ein zweiminütiges Video. Als die Diakonie Neuendettelsau den Beitrag der AP11a dann auch noch unter den deutschlandweit eingereichten Beiträgen mit dem 3. Preis prämiert hat, war die Freude der Auszubildenden riesig.

In der Aula wurde die Urkunde über diesen dritten Platz sowie der Geldpreis von 500 Euro an Schulleiter Max Heimerl und an die Klasse AP 11a sowie an den Klassleiter Thomas Schauer von Salvira Hadcic überreicht.

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