Haag/Rechtmehring – Der pensionierte Rechtmehringer Lehrer Günter Borst aus Haag verstarb im Alter von 72 Jahren. Günter Borst wurde 1944 in Penzberg geboren und wuchs als zweites von drei Kindern auf. Aufgrund der Versetzungen seines Vaters als Polizist zogen sie nach dem Krieg nach Burggen bei Schongau, dann nach Aying und schließlich nach Ottobrunn bei München. Nach dem Schulbesuch war er zwei Jahre Zeitsoldat. Er studierte an der Pädagogischen Hochschule in München-Pasing.
Nach zwei Jahren als Lehrer in Wilburgstetten bei Dinkelsbühl kam er an die Volksschule Albaching, die damals mit Rechtmehring einen Schulverband bildete. Ab 1975 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2009 unterrichtete er in Rechtmehring, zunächst meist die fünfte und sechste Klasse, später die dritten und vierten Klassen.
Auch in der Rechtmehringer Pfarrei engagierte er sich jahrzehntelang. Er mochte Kinder sehr gern und die Kinder mochten ihn. Deshalb war sein Beruf „Lehrer“ ganz auf ihn zu geschnitten. Er wohnte seit 1976 in seinem Reihenhaus in Haag. In seiner Freizeit hatten die Dienstagsballer einen festen Platz. Zuerst als aktiver Spieler und Torwart, danach als Vereinswirt und immer als „Präsi“. Bis zum Schluss freute er sich auf den Baller-Stammtisch, der seit einigen Jahren bei ihm daheim abgehalten wurde. Auch die 14-tägigen Schafkopfrunden in München wurden aus gesundheitlichen Gründen bei ihm zu Hause abgehalten.
2010 war für den geselligen Günter gesundheitlich einschneidend. Unter anderem begann der Kampf gegen den Krankenhauskeim. Erst nach 50 Wochen Klinik- und Reha-Aufhalten kam er Anfang Februar 2011 wieder nach Hause.
Seine Mobilität war massiv eingeschränkt. Seit April letzten Jahres war er rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen. Obwohl sich seine gesundheitliche Situation in dieser Zeit nicht mehr verbesserte, kam der Tod für alle überraschend. fxm