Mühldorf/Oberneukirchen – Oberneukirchens Bürgermeisterin Anna Meier hob zunächst die Bedeutung der Krieger-, Soldaten- und Reservistenverbände heraus: „Man kann sich in unserem Land keinen Kriegszustand mehr vorstellen. Die Vergangenheit schieben wir von uns. Dennoch lassen uns gerade zu den Volkstrauertagen die Zahlen der Soldaten und Vermissten aufhorchen.“ Meier appellierte, die Verbände nicht einschlafen zu lassen. Landrat Georg Huber mahnte, die Geschichte weiter wachzuhalten: Der Frieden in unserer Zeit sei brüchig und gerade deshalb solle die Vergangenheit auch weitergegeben werden. „Wir sind dafür verantwortlich, dass wir auch morgen noch in Frieden leben können“, sagte Huber.
Als besonders wichtig sieht er die Arbeit mit der Jugend bei der Kriegsgräberpflege. Dazu ging ein großer Dank an Josef Gebler, Jugendbeauftragter der Volksfürsorge, und an Mathilde Mannseicher, die jährlich die Fahrten organisiert (siehe auch Bericht oben).
CSU-Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer sagte: „Die KSK-Verbände spielen eine große Rolle als Friedensbefürworter und Ermahner.“ Angesichts der Aussetzung der Wehrpflicht sieht Mayer die KSK-Verbände als wichtiges Bindeglied zwischen Zivilgesellschaft und Bundeswehr. Mit Blick auf die Nachwuchssorgen sprach Stephan Mayer den Anwesenden Mut zu: „Lasst nicht nach! Es sind alle Mühen wert, sich für den Frieden einzusetzen!“
„Es war ein Fehler, den Wehrdienst abzuschaffen“, erklärte SPD-Landtagsabgeordneter Günther Knoblauch. Jetzt liege es an den Kameradschaften, die Erinnerungen weiter zu pflegen.
Kreisvorsitzender Franz Maier regte mit seinen Worten zum Nachdenken an. Man sollte sich wieder Zeit nehmen, um die Geschichte wirklich zu verstehen, sagte er. „Gerade in der jetzigen Zeit, in der manche versuchen, die Geschichte neu zu schreiben und unsere Soldaten als Schuldige hinstellen, sollten wir wieder enger zusammenarbeiten.“ Josef Gebler legte den Bericht über die finanzielle Situation des Kreisverbandes vor. Nach der Gegenüberstellung von Ausgaben und Einnahmen bleibt für den Kreisverband ein Minus von rund 280 Euro.
Kreisreservistenbetreuer Herbert Hamann berichtete über die sportliche Seite des Kreisverbandes und skizzierte das Schießen um den Kreispokal als größtes Ereignis im Jahr. Mathilde Mannseicher berichtete über die Kriegsgräberfahrt, die wieder einen Schwerpunkt zur Friedensarbeit darstellte.stn