Neumarkt-St. Veit – Im Herbst 1972 war der Bahnhof Neumarkt-St. Veit noch voller Beschäftigter und eigenständige Dienststelle im Bereich der Bundesbahndirektion München. In der Landeshauptstadt selbst hatten gerade die mit so viel Optimismus begonnenen Olympischen Sommerspiele ihren traurigen Abschluss gefunden, als die Neumarkter Eisenbahner-Kameradschaft zu ihrer Generalversammlung mit Neuwahlen eingeladen hatte.
Als neuer Erster Vorsitzender wurde der spätere Redakteur des Neumarkter Anzeigers, Hermann Weilhammer, und als Kassier Sepp Hunseder gewählt. Als dieser das Kassenbuch übernahm, konnte er noch nicht ahnen, dass er darin einmal die letzten Seiten ausfüllen würde. Nun ist es so weit und das „analoge“ Kassenbuch aus dem Gründungsjahr 1956 geht in den Archivalienbestand des Vereins über.
Mania bleibt Vorsitzender
In seinem letzten Kassenbericht erläuterte Sepp Hunseder bei der Jahreshauptversammlung die Einnahmen und Ausgaben und berichtete über ein kleines Minus im abgelaufenen Vereinsjahr, das aber den guten Gesamtkassenstand nicht trüben kann.
Der neu gewählte Schatzmeister Thomas Hofbauer wird nun den Umbruch in das neue Digitalzeitalter vollziehen und damit den Verein in die Zukunft führen müssen.
Ansonsten hat sich aber bei den Neumarkter Eisenbahnern nicht sehr viel geändert, wie die Neuwahlen im Vereinslokal Vitusstüberl ergaben. Alle Kandidaten wurden ohne Gegenstimme in ihre jeweiligen Ämter gewählt. Vorsitzender bleibt Gerhard Mania, sein Stellvertreter ist Thomas Hofbauer, der nun auch das Kassenamt innehat, als Schriftführer fungiert weiterhin Richard Ebner. Als Beisitzer stellten sich wieder zur Verfügung Marianne und Hans Schulmeister, Josefine Ebner, Hildegard Gruber, Walter Jani und neu der „frischpensionierte“ Kassier Sepp Hunseder. Das Amt des Kassenprüfers bleibt in den bewährten Händen von Franz Frühwirth.
In seinem Jahresrückblick blickte Mania auf ein ereignisreiches Jahr mit Ausflügen zur Rieseneiswelt in Werfen und zum Gardasee, den Besuch der Vilstalschäfer und der „Neumarkter Wadlbeißer“ im vergangenen Fasching zurück. Besucht wurde außerdem die Ausstellung zur 150-Jahr-Feier der Neumarkter Feuerwehr. Die angebotenen Kegelabende waren gut besucht, genauso wie das Treffen im Neumarkter Volksfest.
Stammtische werden
immer beliebter
Neu eingeführt wurde ein Stammtisch, der jeweils am letzten Donnerstag im Monat im Vereinslokal stattfindet und sich steigender Beliebtheit erfreut. Im Anschluss daran stellte der Vorsitzende den rund 40 anwesenden Vereinsmitgliedern die nächsten Termine des neuen Winterprogramms vor, einer der Höhepunkte darin ist die Weihnachtsfeier mit Versteigerung am Samstag, 9. Dezember. Im Tagesordnungspunkt „Wünsche und Anträge“ wurden einige Vorschläge zum Ziel des großen Vereinsausflugs 2018 abgegeben, darunter Wien und Linz. Die endgültige Entscheidung fällt bei der Aufstellung für das Sommerprogramm 2018, in dem auch erstmals eine Nachtwächterführung durch Neumarkt-St.Veit angeboten wird.
Geehrt wurden Maria Bruckmüller für 40-jährige Vereinszugehörigkeit und Sepp Hunseder als langjähriger Kassenführer.