Rattenkirchen – Eine große Trauergemeinde nahm in der Pfarrkirche Abschied von Therese Landenhammer, einer wegen ihrer freundlichen und bescheidenen Art sehr beliebten Bürgerin der Gemeinde. Im Gottesdienst zeichnete Andreas Wendlinger, der Enkel der Verstorbenen, in einer sehr persönlichen Rede ihren von Höhen und Tiefen geprägten Lebensweg auf.
Therese Landenhammer erblickte am 14. Juni 1927 auf dem Obermoiahof zu Thalham, Gemeinde Rattenkirchen, als eines von vier Mädchen der Eheleute Josef und Maria Brader das Licht der Welt. Mit ihren drei Schwestern verbrachte sie auf dem elterlichen Hof eine glückliche, aber auch arbeitsreiche Kindheit. Nach dem Besuch der Schule in Rattenkirchen brachte sie sich auf dem elterlichen Hof als tüchtige Kraft ein und unterstützte ihre Eltern bei der mühevollen bäuerlichen Arbeit. Im Alter von 13 Jahren wechselte sie auf den benachbarten Niedermoiahof und arbeitete dort 16 lange Jahre in der Landwirtschaft.
Dort lernte sie auch ihren späteren Mann Josef Landenhammer kennen und lieben. Als dieser im Jahre 1957 den elterlichen Hof in Ramering übernahm, gingen sie den Bund der Ehe ein. Die Arbeit auf dem Bauernhof musste sie, soweit es ihre Kräfte nicht überforderte, alleine erledigen, denn Josef Landenhammer übte den Beruf eines Maurers aus.
Der glücklichen Verbindung wurden fünf Kinder geschenkt, drei Mädchen und zwei Buben. Das Leben hielt aber auch harte Schicksalsschläge für sie bereit, denn 2005 musste sie ihrem Sohn Erich ins Grab schauen. Besonders schmerzvoll war es, als ihre beiden drei und fünf Jahre alten Enkelkinder bei einem Unfall ums Leben kamen.
Im Laufe der Jahre fand sie mit Unterstützung der Familie, besonders ihrer acht Enkelkinder und des Urenkels Jakob, wieder zurück ins Leben, unternahm Reisen, besuchte Lourdes und Rom und genoss den Gardasee und das Burgenland.
Wann immer es ihr möglich war, besuchte sie die Seniorennachmittage im Bürgerhaus und die Kaffeekranzl der Frauengemeinschaft, deren Mitglied sie ebenso war wie das des Obst- und Gartenbauvereins. Ein weiterer Schicksalsschlag war der Tod ihres Mannes im April diesen Jahres. Im Juni konnte sie noch ihren 90. Geburtstag feiern, am 2. November entschlief Therese Landenhammer friedlich im Kreise ihrer Familie. krl