Oberneukirchen – Die Lebensgeschichte von Kathie Nägele sollte betitelt werden mit: „Eine starke Frau und ihr Leben“. Starkes Gottvertrauen half ihr oft, Schicksalsschläge zu meistern. Jetzt feierte sie ihren 80. Geburtstag.
Die Jubilarin, eine geborene Mitterreiter, erblickte am 13. November 1937 in Oberburgkirchen das Licht der Welt. Dort wuchs sie mit sieben Geschwistern auf und besuchte die Volksschule in Unterneukirchen. Als Mädchen für alles war sie bis zu ihrer Heirat mit Franz Wimmer im Café Sax beschäftigt. Mit ihrer Heirat 1960 wurde sie eine Oberneukirchnerin, die Kinder Franz, Marianne und Regina krönten das Familienleben.
Ein schwerer Schicksalsschlag war der frühe Tod des Gatten im Jahr 1976. Um den Installationsbetrieb weiterführen zu können, musste ein Meister seines Fachs gefunden werden. Mit Ludwig Nägele konnte diese Bedingung erfüllt werden. Den Tod des Gatten noch nicht ganz überwunden, wurde ihr bei einem schweren Verkehrsunfall im Juni 1979 Tochter Marianne genommen, Tochter Regina wurde schwer verletzt und musste auf den Rollstuhl angewiesen 14 Monate in Krankenhaus und Rehaklinik auf Heilung hoffen.
In dieser Zeit war ihr Ludwig Nägele eine große Stütze. Die Hochzeit mit ihm fand 1979 im Großhadener Klinikum statt, da sich die Tochter noch immer dort befand. „Oft hab ich gemeint, es geht nimmer, aber es musste ja weitergehen“ sagt sie jetzt nachdenklich.
Die Prüfungen der Ehefrau und Mutter nahmen aber kein Ende. Infolge eines Verkehrsunfalles starb ihr zweiter Gatte im Jahr 1992 und ihr stand wieder ein schwerer Weg bevor. Sohn Franz hat in der Zwischenzeit die Meisterprüfung im Installations- und Heizungsbau abgelegt und führte den elterlichen Betrieb.
Ein Wink des Schicksals war das Kennenlernen von Eberhard Hiltmann, den sie 1995 in Maria Kirchenthal in Österreich heiratete und mit ihm das neuerbaute Eigenheim bezog. Jetzt kann sie ihr Leben genießen, beide unternehmen gerne Ausflugs- und Busfahrten. Die Jubilarin ist sehr aktiv im Seniorenclub und seit 13 Jahren in der Vorstandschaft tätig. Beim Seniorenturnen hält sie sich fit und bei den Montagsgottesdiensten liest sie gerne die Lesungen. Natürlich ist sie auch immer für ihre fünf Enkel zur Stelle und für alle unentbehrlich.
Den vielen Gratulanten schlossen sich auch Bürgermeisterin Anna Meier, die Vorstandschaft des Seniorenclubs und die Vertretung der Pfarrei an. Alle wünschten der sehr beliebten Mitbürgerin, dass die noch leeren Seiten ihrer Lebensgeschichte nur Sonnenseiten beinhalten werden.fim