Niederbergkirchen – Nach einem stillen Gedenken an elf verstorbene Gemeindeglieder im letzten Berichtsjahr nannte das Gemeindeoberhaupt die Namen von acht Neubürgern, die seit November 2016 im Dorf geboren wurden. Die Einwohnerzahl war auf 1213 angewachsen.
Und schon kam er auf den Kindergarten mit Hort zu sprechen, der für die Betreuung von 29 Kindern, 2018 werden es gar 39 sein, „aus allen Nähten platzt.“
Stolz ist er auf die Grundschule mit Niedertaufkirchen, deren Bestand – zwei Klassen in jedem Ort – für die nächsten Jahre gesichert sein dürfte.
Die Anschaffungen für den Bauhof – ein Bauhofauto und ein Mähausleger – waren dringend erforderlich, damit die Bauhofarbeiter wirtschaftlich arbeiten können.
81811 Kubikmeter Wasser wurden vom Leitungsnetz verbraucht, das im Rahmen der Erschließung des Baugebietes neue Wasseranschlüsse erhielt. Der Wasserpreis von 65 Cent pro Kubikmeter kann beibehalten werden.
Eine Erhöhung von 2,30 auf 2,50 Euro bei den Abwassergebühren sei jedoch unvermeidlich, da die Unkosten bedeutend höher sind. Dieses Jahr musste zweimal für jeweils 11000 Euro der Kanal von Klumpen aus Feuchttüchern gereinigt werden. „Bei der Körperhygiene soll niemand nachlassen“, meinte der Bürgermeister. „Aber die Feuchttücher dürfen nicht im Kanal entsorgt werden. Das könnte für alle Bürger eine Erhöhung bis zu 3,50 Euro bedeuten.“
2016 wurden wieder viele Straßen für 565000 Euro ausgebaut oder fertiggestellt. Sanierungsmaßnahmen werden weiter durchzuführen sein.
In den Baugebieten „Am Kirchweg“ und „Am Südhang“ sind alle Grundstücke verkauft. Die Erschließungen Am Kirchenweg sind abgeschlossen, die Endabrechnungen werden bald verschickt. Nun wurde der Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet „Kollmannseck“ verfasst. Obwohl weder Parzellengrößen oder Grundstückspreise bekannt sind, gibt es zahllose Bauwerber. Der Bürgermeister beteuerte dabei: Die Gemeinde hat bisher keinem Bewerber irgendeine Zusage gemacht.
Arbeiten an Gemeindegebäuden, besonders an der Mehrzweckhalle, wurden getätigt, fallen aber weiter verstärkt an. Den Bauhofarbeitern dankte er, weil sie helfen, das gemeindliche Grundvermögen zu erhalten.
Besonderer Dank galt den Feuerwehren Oberhofen und Niederbergkirchen, die immer mehr zu Hilfediensten gerufen werden. Die Anschaffung dazu nötiger Gerätschaften unterstützt die Gemeinde nach Kräften, da die Feuerwehrleute Schulungen machen, sehr gute Nachwuchsarbeit leisten und jederzeit ehrenamtlich jede Hilfe leisten.
Der Breitbandausbau wird von der Telekom nach Kräften erfüllt, wozu die Gemeinde bei allen gewährten Zuschüssen doch ordentlich mitleistet, damit das schnelle Internet in alle Haushalte komme.
Den Kassenbericht trug Geschäftsstellenleiter Georg Wagenbauer vor, aus dem hervorging, dass der Schuldenstand der Gemeinde im letzten Jahr von 532000 auf 437000 Euro gesenkt wurde, wobei die Rücklagen von 514000 auf 769000 Euro gestiegen sind, und das bei einem Haushaltsvolumen von 4,1 Millionen Euro. „Wir haben solide Finanzen“, schloss Wagenbauer seinen Bericht.
In seiner Vorschau zählte Bürgermeister Biedermann die Bauleitplanung für das Baugebiet „Kollmannseck“, Gemeindestraßen, Gehwege und Sanierungen der Gebäude und Straßenbaumaßnahmen als vordringlich.