„Den lass i nimmer aus!“

von Redaktion

Goldene Hochzeit beim „Lossinger“ in Niedertaufkirchen

Niedertaufkirchen – Es geschah 1965 bei einem Ball im Saal der Genossenschaft von Neumarkt-St. Veit: Mit Freunden war der 21-jährige Sebastian Kreuzpointner aus Lossing zum Tanzen nach Neumarkt-St. Veit gefahren. Schon bald stach ihm ein Mädchen ins Auge, von dem er seinen Freunden vorschwärmte. „De mog mi nia“, fürchtete er und saß still an seinem Tisch. Sein Herz schlug höher, als es hieß: „Damenwahl“ und genau „sein“ Mädchen bat ihn um diesen Tanz. Der Wast muss ja getanzt haben wie ein Gott, denn das Mädchen Theresia sagte hinterher zu ihren Freundinnen: „Den gib i nimmer her!“

Am Dienstag kamen neben den Niedertaufkirchener Bürgermeistern Sebastian Winkler und Anneliese Schaber auch viele Familienmitglieder ins Haus vom Lossinger, denn er feiert jetzt die goldene Hochzeit mit seiner Theresia. Sebastian Kreuzpointner, das sechste von sieben Kindern der Landwirtseheleute in Lossing, war schon früh als Hoferbe vorgesehen. Bereits während der Schulbesuche und der Landwirtschaftslehre arbeitete er am elterlichen Hof mit. So war es nur logisch, dass er, als er am 21. November 1967 heiratete, auch den Hof übernahm. Und weil Therese Petermeier aus Oberscherm eine tatkräftige Bauerntochter war, packte sie kräftig mit an. Sebastian betrieb hauptsächlich Viehwirtschaft, doch bearbeitete er auch Felder. Vier Kinder erfüllten das Haus bald mit Leben. Johann, Theresia, Sebastian und Christa wuchsen wohlbetreut im Elternhaus auf. Fleißig werkend schafften es Wast und Resi, ihr Anwesen nach und nach zu renovieren und auch einen Neubau zu erstellen. Sehr erfolgreich bemühte er sich in der Milcherzeugung und -lieferung.

Heute wohnen sie in ihrem „Schloss“, umgeben von einem parkähnlichen Garten mit Weiher und Wasserrutsche, Hütten und Häuschen, Schaukelgräten und vielen Tierfiguren. Hier wuchsen und wachsen mittlerweile acht Enkel mit auf, denn die Familie des Sohnes Sebastian wohnt ebenfalls mit acht Kindern im Anwesen. Die anderen drei Kinder mit weiteren acht Enkeln besuchen zur Freude der Großeltern sie immer wieder.

Seit 2009 hat Sohn Sebastian den Hof übernommen, aber beide Eltern helfen noch fleißig in der Landwirtschaft und im Haus mit. Hin und wieder machen sie Ausflüge mit Reisebussen mit, die auch mal mehrere Tage dauern dürfen. Aber am liebsten sind die beiden in ihrem schönen Zuhause bei ihren Enkelkindern.nz

Artikel 1 von 11