Jahresversammlung Ski-Club Haag

Lob für Breiten- und Leistungssport

von Redaktion

Vorstandswahlen und höhere Beiträge – das zu besprechen und zu beschließen ging in der Jahresversammlung des Ski-Clubs Haag flott über die Bühne. Denn die Abstimmungen verliefen durchwegs einstimmig.

Haag/Kirchdorf – Die Besucher wurden über Neues aus den Abteilungen Skischule, Alpin, Nordisch, Lauf und Rad informiert.

Haags Zweiter Bürgermeister Wolfgang Weißmüller zufolge ist der SC Haag einer der größten Vereine in der Gemeinde, den man finanziell gerne unterstütze, da der Verein auch ein „Aushängeschild“ für die Gemeinde sei. Hier werde beides angeboten: Breiten- und Leistungssport.

Mehrmals gab es spontanes Lob für die vielen Aktionen und die Arbeit der Vorstandschaft. Im Großhaager Forst gebe es eine neue Loipe, da das Haager Gemeindegebiet mittlerweile zu klein sei, in Wasserburg werde Rad gefahren und in Albaching habe sich eine neue Kinderlaufgruppe etabliert.

Der Stampfl-Berglauf in Au ist so beliebt, dass die Zahl der Teilnehmer auf 400 begrenzt werden musste. Jetzt wird er noch einmal aufgewertet, weil der kommende 34. Lauf gleichzeitig der Austragungsort für die oberbayerische Berglaufmeisterschaft werde, berichtete Vorsitzender Matthäus Urban. Passend dazu habe man die Berglaufabteilung in „Mountain Active Team“ umbenannt. Eine Besonderheit ist für den 23. Juni geplant: Ein 24-stündiger Staffel-Tag mit Start in Haag in die Berge bis zum Walchsee und zurück, und das mit dem Fahrrad, zu Fuß, über einen Klettersteig, mit Segeln und Paddeln über den Chiemsee und auf Skirollern.

Auch die Albachingerin Franziska Preuß sei immer noch eine Werbe-Ikone für den Verein. Auf dem Hof ihrer Eltern in Baumgarten bei Albaching hat sich mittlerweile diese Sportart etabliert. Kinder und Jugendliche haben dort gute Trainingsmöglichkeiten. Eine große Anziehungskraft hat zudem Ruhpolding als internationale Trainings- und Wettkampfstätte, dorthin fahren bereits zwei aus dieser Gruppe.

Für die Abteilung „Nordisch“ berichtete deren Leiter Georg Preuß von Läufen, von der Biathlon-Gruppe und vom Einsatz des neuen Loipengerätes im Großhaager Forst. Für die Abteilung Alpin dankte Klaus Denner den Eltern, die einige Anstrengungen auf sich nehmen, angefangen von der „nicht billigen Ausrüstung“ bis hin zu Fahrdiensten. Die Trainingslager umfassten zeitweilig 60 Kinder über fünf Tage. Vorfreude auf die neue Saison vermittelte Claudia Wiedemann für die Abteilung Skischule. In der abgelaufenen Saison waren 124 Teilnehmer dabei, das sei leicht rückläufig gewesen.

Karl Köster kündigte für die Laufabteilung an, dass man sich wohl wieder sechsmal auf den Berglauf vorbereite. Bis zu 50 Teilnehmer hatte man im Frühjahr verzeichnet. Helge Huber berichtete von der kleinsten Abteilung, den Radfahrern, die sich regelmäßig bei der Wasserburger Innbrücke treffen. Auch Touren plane man, etwa nach Burgund. Skiausflüge im Breitensport erwähnte Josef Linner, oft habe man noch im April gute Schneeverhältnisse.

Kassier Christian Gäßl berichtete von 96000 Euro Einnahmen im abgelaufenen Jahr. Dem standen 88000 Euro Ausgaben gegenüber. Diese seien unter anderem für Fortbildungen, Fahrtkosten und Gebühren ausgegeben worden. Ein Erfolg sei der Skiflohmarkt in neuen Räumen gewesen.

Schnell ging das Thema Beitragserhöhung über die Bühne. Letzte Erhöhung: laut Vorsitzendem Urban vor 15 Jahren. Könne der Verein gut wirtschaften, erhalte man leichter Zuwendungen. Ab November 2018 steigen die Beiträge für Kinder von 14 auf 19 Euro, für Jugendliche von 17 auf 22 Euro, für Erwachsene von 28 auf 35 Euro und für Familien von 48 auf 65 Euro im Jahr.

Ähnlich reibungslos verlief anschließend auch die Vorstandswahl ab: Vorsitzender bleibt Matthäus Urban. Claudia Wiedemann löste Josef Linner als Stellvertreter ab, Kassier bleibt Christa Gäßl und Schriftführerin Doris Ihbe.

Die Abteilungsleiter heißen Karin Mußner für Alpin, Georg Preuß für Nordisch, Karl Köstler für die Läufer, Helge Huber für die Radfahrer. Jugendsprecher ist Christopher Bibinger, die Beisitzer heißen Christian Buchberger, Hejo Geiger, Ernst Köhler und als neuer vierter Harald Huber.

Fast 1000 Mitglieder hat der Verein, in der Gaststube hätten aber weit mehr Platz gehabt als die knapp 50 anwesenden, bemängelte ein Mitglied, „es hätten gut 100 mehr sein dürfen“. Auch hätte die Vorstandschaft mit ihrer guten Arbeit dies verdient.

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