Die Fragen der Bürger

Müll und Verkehr: Die Altöttinger Straße im Fokus

von Redaktion

Zettel hatte die Stadt verteilt, auf die die Besucher der Bürgerversammlung Wünsche und Anfragen notieren konnten. Nur einer machte davon Gebrauch, alle anderen meldeten sich per Handzeichen zu Wort.

Neumarkt-St. Veit – Gleich drei Anfragen hatte Jan Dalhoff, der den Bürgermeister darauf hinwies, dass sich die Infotafel für den Bus am Bahnhof seiner Ansicht nach auf der falschen Straßenseite befände. „Ist das rechtlich okay, auch wenn mal ein Unfall passieren sollte, weil man die Straße queren muss?“

Bürgermeister Erwin Baumgartner erwiderte, dass dies mit der Polizei zu prüfen sei.

Dalhoff: „Wenn ich mit dem Radl von der Birkenstraße Richtung Stadtplatz fahre, muss ich am Herzoglichen Kasten absteigen. Komme ich vom Stadtplatz, muss ich das nicht. Da fehlt ein Schild.“ Baumgartner will sich das ansehen.

„Die Zettel liegen alle noch da. Dafür sind die Kugelschreiber

alle weg!“

Bürgermeister Baumgartner über die

Vorschlagszettel, von denen

kaum Gebrauch gemacht wurde

Und dann wollte Dalhoff auch noch wissen, ob es noch weitere Infoveranstaltungen zum Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) geben wird. Baumgartner: „Das ISEK ist abgeschlossen. Jetzt geht es um die Umsetzung. Dafür ist aber auch eine Bürgerbeteiligung vorgesehen!“

André Berndt beschwerte sich darüber, dass es an den Bahnsteigen am Bahnhof von Neumarkt-St. Veit zwar Sitzgelegenheiten gebe, diese aber zum Teil nicht windgeschützt seien beziehungsweise bei schlechtem Wetter keinen Regenschutz böten. Außerdem störte ihn der Müll am Bahnhof. „Kann man da keine Mülltonnen aufstellen?“ Baumgartner sicherte zu, dass er diese Anregung an die dafür zuständige Südostbayernbahn weitergeben werde.

Norbert Huber störte sich an der Unordnung auf einem völlig vermüllten Grundstück unmittelbar an der Altöttinger Straße, wo unter anderem ein Autowrack vor sich hin roste. „Da schaut es aus wie Sau“!“ Könne die Verwaltung hier nicht eingreifen, wollte er wissen. „Die will doch auch, dass es in der Stadt sauber ausschaut.“

Baumgartner: „Auf ein Privatgrundstück kann die Stadt keinen Einfluss nehmen. Der Eigentümer kann darauf machen, was er will, außer es besteht eine Gefahr für die Öffentlichkeit, etwa durch auslaufendes Öl oder Benzin.“ Er werde sich in diesem speziellen Fall an das Landratsamt in Mühldorf wenden, so Baumgartner.

Heinz Feichtner fand es schlimm, dass die Altöttinger Straße (vor der Gemeinschaftsunterkunft, Anm. d. Red.) stets zugeparkt ist. „Kann man dagegen nichts unternehmen?“

Baumgartner erklärte, dass es an besagter Stelle schon mal ein Halteverbot gegeben habe, als an der Umgehungsstraße Ausbesserungsarbeiten durchgeführt worden seien. Die Schilder seien danach wieder entfernt worde. Er werde die Möglichkeiten eines Parkverbots gerne prüfen lassen. Andererseits fand er: „Die geparkten Autos sorgen dafür, dass auf der Altöttinger Straße weniger gerast wird!“

Alois Niedermeier regte sich über die Unordnung an der Bauastelle am Neumarkt-St. Veiter Pfarrheims auf. Dazu bezog Pfarrer Franz Eisenmann Stellung. „Sie haben Recht. Aber es pressiert, damit die einzelnen Gewerke noch rechtzeitig fertig werden.“ In 14 Tagen soll die Sanierung aber abgeschlossen sein. Dann soll das Pfarrheim spätestens bezogen werden, „und dann wird auch die Unordnung verschwinden“.

Nur ein Bürger nutzte die Zettel an den Tischen, um eine Anfrage vorzubringen, nämlich die Silvesterknallerei zu reduzieren.

Baumgartner bedauerte, dass die Stadt hier nicht regulierend eingreifen könne. Er plädierte aber an die Anwesenden, auf die Knaller zu verzichten und dafür idealerweise zu spenden. je

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