Mettenheim – Bei der jüngsten Sitzung des Helferkreises lobten die Asylsozialarbeiter des Landratsamtes das Angebot für Flüchtlinge und deren Betreuung in der örtlichen Gemeinschaftsunterkunft (GU) als „vorbildlich im Landkreis“.
Der unermüdlichen Arbeit der Helfer sei es zu verdanken, dass sich die Kinder in der GU nach wie vor aller 14 Tage zur gemeinsamen Spielstunde treffen. So erhielten sie Unterweisungen der Polizei zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr, backten gemeinsam Pizza, bastelten beim Kreisjugendring Weihnachtssterne zur Dekoration der großen Fenster in ihrer Unterkunft und kommen im Dezember zu einer kleinen Feierstunde mit Nikolausbesuch zusammen.
Immer weniger
Begleitung nötig
Die seit einem Jahr regelmäßig von freiwilligen Helferinnen angebotene Hausaufgabenbetreuung übernimmt seit den Herbstferien die Grundschule, wobei das Jugendamt erfreulicherweise für die Kosten aufkommt. Bei der Zusammenkunft des Helferkreises galt den bisherigen Betreuerinnen ein großes Dankeschön, weil die durch ihre Tätigkeit den Grundstock für eine gelingende Integration legten und dabei viel Ausdauer bewiesen.
Die meisten Deutschkurse für die Bewohner der GU finden mittlerweile in öffentlichen Einrichtungen statt, lediglich zwei kleine, vom Helferkreis betreute Gruppen sind noch vor Ort. Darüber hinaus werden wöchentlich sechs bis acht Berufsschüler individuell betreut, die Sprachverständnisprobleme haben und Nachhilfe in Mathematik benötigen. Die Erfolge bei den ersten Prüfungen ließen nicht auf sich warten. Als Ausgleich zum Lernen treffen sich die jungen Männer und einige Frauen einmal wöchentlich zum Sport in der GU.
Insgesamt brauchen die Flüchtlinge immer weniger Begleitung durch die Helfer, zum Beispiel bei Arztbesuchen, Behördengängen und Elternabenden. Insofern bewährte sich das Konzept, „Hilfe zur Selbsthilfe“. Als weiteren Erfolg wertete es die Versammlung, dass jetzt eine Familie aus der GU eine eigene Wohnung in Mettenheim fand.
Im Weiteren erfuhren die Mitglieder Näheres über das von der Diakonie gestartete Projekt TAFF, über das traumatisierten Flüchtlingen therapeutische Hilfe angeboten wird. Auch zur Jobbegleitung durch das Landratsamt gab es wichtige Informationen. Schließlich stellten die Teilnehmer des Treffens Überlegungen an, wie die Radlwerkstatt für Flüchtlinge reaktiviert werden könnte, um mehr verkehrssichere Fahrräder in Umlauf zu bringen.