Mühldorf – Vorsitzender Georg Waldinger, Dr. Ludwig Waldmann und Heimatforscher Meinrad Schroll stellten am vergangenen Samstag den Besuchern das Bauwerk, das rund 800 Jahre alt sein dürfte, vor. Das Langhaus der Kirche St. Katharina weist romanische Elemente auf. Vermutlich, so Meinrad Schroll, handelt es ich bei diesem Gebäude wohl um das älteste Bauwerk der Stadt Mühldorf.
Von 1610 bis 1803 war die Pfarrei Altmühldorf ein Vikariat des Kollegiatstifts Mühldorf und der jeweilige Vikar ein Kanonikus des Stifts.
Dr. Ludwig Waldmann berichtete darüber, dass das Gebäude Ende des 15. Jahrhunderts errichtet wurde. Der Bau lag damals etwa eineinhalb Meter tiefer. Heute ist davon nur noch ein rundbogiges Fenster mit einem Lebensbaum Fresko in der Südwand zu sehen.
Meinrad Schroll informierte die Besucher in der Kirche. Bei der Gotisierung des romanischen Bauwerks in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts hatte man die romanischen Langmauern verändert: es wurden Spitzbogenfenster, Chorbögen, Strebepfeiler und das Kreuzrippengewölbe errichtet.
Bei der Barockisierung von 1755/56 wurde das Kirchenschiff verändert.
Über der Empore stellen die Gemälde die Lebensgeschichte der heiligen Katharina dar.
Neben der Kirche hatte man die Pesttoten der Jahre 1634/35 aus der Stadt Mühldorf bestattet. Über 438 Bewohner der Stadt erlagen der Pest in Mühldorf.
Das Gewölbe der Kirche wurde 1945 während eines Fliegerangriffs beschädigt. Beiderseits der Fresken zogen sich breite Risse un die Kirche musste 1952 wegen Einsturzgefahr geschlossen werden. Am 23. November 1956 wurde sie wieder eröffnet. Seit dem Jahr 2006 ist die Kirche wieder geschlossen. Wer den Förderverein unterstützen möchte, kann sich bei Georg Waldinger, Mühldorf, Riedlstraße 3, Telefon 08631/15512, info@katharinenkirchemuehldorf.de melden.