Schwindegg – Gab es in den vergangenen Jahren meistens nur drei Wortmeldungen, so waren es diesmal wesentlich mehr.
Zwei Bürger haben schriftlich ihre Meldungen eingereicht, die Bürgermeister Dr. Dürner ohne Namensnennung vorlas. Bei der ersten ging es darum, dass am Bahnhof ein Ortsplan angebracht werden soll, damit auswertige Besucher, die mit dem Zug ankommen, Straßen, Firmen oder Geschäfte finden können. Bürgermeister Dr. Dürner versprach, dass dies vom Bauhofleiter Franz Weinberger baldmöglichst in Angriff genommen wird.
Der zweite Briefschreiber stellte den Antrag, ob bei der Ausfahrt von der Hofmarksstraße in die Tegernbachstraße aufgrund der eingeschränkten Sicht nicht ein Spiegel aufgestellt werden kann. Bürgermeister Dr. Dürner versprach, mit der zuständigen Stelle zu reden, ob dort ein Spiegel sinnvoll ist. Mittlerweile haben sich, aufgrund von Veränderungen auf dem betroffenen Grundstück, die Sichtverhältnisse wesentlich verbessert, trotzdem werde die Ausfahrt begutachtet und geklärt, ob ein Spiegel benötigt wird.
Die erste Wortmeldung im Saal war von Rupert Duschl: „Im westlichen Teil des Ortes sind offene Baugruben und dort ragen Kabel offen und ungeschützt heraus.“
Bürgermeister Dr. Karl Dürner: „Wir werden uns sofort mit der zuständigen Firma in Verbindung setzen, damit die Gefahrenstellen beseitigt werden.“
Hans Reichl: „Die Gemeinde soll wegen der Autobahn nicht zu viele Flächen für Gewerbegebiete zur Verfügung stellen.“
Dürner: „Durch den Landesentwicklungsplan wurde bei diesem Flächenverbrauch ein Riegel vorgeschoben. Somit ist ein unrealistischer Verbrauch von Flächen nicht möglich.“
Manfred Kiefer: „Beim Starkregen waren die Abflüsse nicht gereinigt und soweit es mir bekannt ist, wurden sie seitdem auch nicht gereinigt.“
Dürner: „Ich werde mich mit dem Bauhof in Verbindung setzen. Sollte dies stimmen, dann werden an der Tegernbachstraße die Abflüsse schnellstens gereinigt.
Martina Wendlinger: „Meine Familie und ich werden in Schwindegg von verschiedenen Bürgern angefeindet, weil wir angeblich der Gemeinde keine Baugründe zur Verfügung stellen. Ich war des Öfteren in der Gemeinde vorstellig, doch die Verwaltung hat sich bisher nicht gemeldet.“
Dürner: „Es ist richtig, dass Frau Wendlinger in der Gemeinde vorstellig war. Die Gemeinde kann derzeit mit den Grundstücken noch nichts anfangen. Es wird ein Flächennutzungsplan aufgestellt und dieses Verfahren läuft noch. Zudem läuft noch ein Gutachten, das kurz vor der Fertigstellung ist. Außerdem kamen aus dem Gemeinderat noch Einwände, die in das Gutachten mit eingebaut werden müssen.“
Alois Sonnleitner: „Auf dem Geh- und Fahrweg von Wörth nach Walkersaich befinden sich größere Löcher, die mit ein paar Fuhren Kies sehr schnell repariert werden könnten.“
Dürner: „Der Schaden wird noch in diesem Jahr behoben.“
Günther Weitzer: „Im kommenden Jahr wird mit der Modernisierung der Schule begonnen. Dabei würde man mit einer Läufer-Großveranstaltung, die für 28. Juli geplant ist, kollidieren.“
Dürner: „Kommen Sie doch mit Ihren Planungen in die Gemeindeverwaltung und legen Ihre Unterlagen vor. Vielleicht kann mit der Baufirma ein Konsens gefunden werden, damit die Veranstaltung über die Bühne gehen kann und die Modernisierung nicht behindert wird.“
Landrat Georg Huber bestätigte, dass sich alle Gemeinden in einem Spagat befinden. Zum einen sollen sie Bauland für junge Familien und Firmen bereitstellen und zum anderen soll die Natur und Landschaft erhalten bleiben. Die Landwirte haben die Flächen, die sie für ihre Betriebe brauchen, auf der anderen Seite stehen junge Familien in den Verwaltungen und benötigen Baugrund. Er sieht darin nur eine Möglichkeit, dass alle Gemeinden interkommunal zusammenarbeiten müssen, damit diese Aufgaben gestemmt werden können.
Bei der B15 neu sieht er den Landkreis Erding unter Zugzwang. „Dieser kann die Trassenführung nicht auf den Landkreis Mühldorf abschieben.“ Zudem sieht Landrat Huber einer Fertigstellung der B15 neu sehr gelassen entgegen, denn bis zu deren Fertigstellung werden die Gerichte noch sehr viel Arbeit vor sich haben.
Außerdem bedankte er sich bei allen Ehrenamtlichen, die sich bei den Flüchtlingen eingebracht hatten. Wichtig sei es, so Landrat Huber, die Flüchtlinge zu integrieren und ihnen bei der Arbeitssuche zu helfen.