aus der bürgerversammlung

Gebührenerhöhung beim Wasser

von Redaktion

In der Engelsberger Bürgerversammlung gab Geschäftsleiter Christian Blickberndt, der zugleich Geschäftsführer der Fernwärme Engelsberg GmbH ist, einen Überblick über die Zahlen des Jahres 2017.

Engelsberg – Erfreulich ist, dass nach den vorläufigen Berechnungen zur Ermittlung des Fernwärmepreises 2018, der Preis im Bestandsgebiet unverändert bleiben wird.

Das Leitungsnetz der Fernwärme Engelsberg GmbH ist 8,42 Kilometer lang, insgesamt werden 191 Kunden mit umweltfreundlicher Fernwärme versorgt. Der Hackschnitzeleinsatz betrug im Zeitraum November 2016 bis Oktober 2017 rund 7120 Schüttraummeter. Der Ölverbrauch lag im gleichen Zeitraum bei rund 41500 Litern, das sind sieben Prozent der produzierten Wärmemenge.

Im Vorjahr wurden noch zwölf Prozent der Wärmemenge durch den Öleinsatz produziert. „Trotz der gestiegenen Wärmeproduktion von etwa 800000 Kilowattstunden bedeutet dies eine Einsparung von 14600 Litern Heizöl“, so Blickberndt. Hier mache sich der Bezug von Biogaswärme aus der Biogasanlage Aikerting seit dem Sommer 2016 bemerkbar. Dadurch konnte der Biomassekessel bereits drei Monate und der Ölkessel für einen Monat gänzlich ausgeschaltet bleiben beziehungsweise reduziert betrieben werden.

„Entgegen der Vorjahre verläuft das aktuelle Wirtschaftsjahr verhalten optimistisch“, so Blickberndt, „denn der Winter 2016/17 war recht kalt, die Neuanschlüsse im Baugebiet Engelsberg Süd II führten ebenfalls zu einer Steigerung der Verkaufsmengen und Anschlussdichte, außerdem konnten die Betriebskosten wegen des Einsatzes der Biogaswärme reduziert werden.

Der nach wie vor niedrige Ölpreis erschwere die Kundenakquise, aber man sei optimistisch. Für das laufende Wirtschaftsjahr gehe man von einem Verlust von etwa 100000 Euro aus, sowie von einem erstmaligen (seit ihrem Bestehen 2010) Liquiditätsüberschuss von etwa 25000 Euro. 2016 wurden rund 4,8 Millionen Kilowattstunden verkauft, für 2017 schätze man, dass rund fünf Millionen Kilowattstunden verkauft werden. Man habe viele Maßnahmen zur Wirtschaftlichkeit des Fernwärmeprojektes getätigt, die nun positiv zu Buche schlagen. Abschließend stellte der Geschäftsführer fest, dass die Fernwärme Engelsberg GmbH die Kunden „mit regionaler und umweltfreundlicher Biowärme zuverlässig versorgt und auch 2017 wieder rund 585000 Liter Heizöl eingespart werden“ konnten, was einer Einsparung von 1,5 Tonnen CO2 bedeutet und nur im Interesse des Klimaschutzes sein könne.

Im Bereich der Wasserversorgung Engelsbergs ist aufgrund steigender Betriebskosten mit einer Preiserhöhung zu rechnen. Grundgebühr und Gebühren werden derzeit neu kalkuliert.

Zudem muss sich die Gemeinde Engelsberg aufgrund bestehender Verträge mit einem Investitionskostenzuschuss von etwa 985000 Euro zum Bau eines Hochbehälters der Wasserversorgung Tacherting beteiligen.

Dieser Betrag muss über den Wasserversorgungshaushalt finanziert werden, der Gemeinderat hat noch nicht entschieden, ob man einen einmaligen Verbesserungsbeitrag berechnet oder ob dies über die Wassergebühr verrechnet wird.

Dritte Möglichkeit wäre eine Mischung aus beiden. Die Kalkulation für Wassergebühren und Grundgebühren ist noch nicht fertiggestellt. „Absehbar ist“, so Bürgermeister Martin Lackner, „dass sich die Wassergebühr verändert. Diese Änderung gilt dann rückwirkend zum 1. Januar 2018, wobei im Gemeinderat Anfang 2018 darüber eine Entscheidung getroffen wird.“ Auch die Kanalgebühr wird aufgrund hoher Investitionskosten neu kalkuliert, hier wird sich ebenfalls eine Gebührenerhöhung ergeben.

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