Wer darf entscheiden?

von Redaktion

Gemeinderat beschäftigt sich mit Zusage zur Probebohrung

Heldenstein – Die Stadtwerke Waldkraiburg planen Probebohrungen in der Nähe von Haigerloh (wir berichteten). Landwirte befürchten, dass Haigerloh, Etzham und Niederheldenstein künftig in einem Wasserschutzgebiet liegen werden, eine landwirtschaftliche Nutzung nur noch unter Auflagen möglich wäre. Heute beschäftigt sich auch der Gemeinderat Heldenstein in seiner Sitzung mit diesem Thema. Denn es liegt ein Antrag von Georg Stöckl (UWG) vor, die Zusage zu den Probebohrungen zu widerrufen.

Ihm gehe es darum festzustellen, ob die Entscheidung für eine Probebohrung nicht Bürgermeister Helmut Kirmeier, sondern der Gemeinderat hätte treffen sollen. Wie Bürgermeister Helmut Kirmeier auf Nachfrage mitteilte, sollen die Probebohrungen Aufschlüsse über Fließrichtungen und Wassermengen geben. „Die Ergebnisse sind völlig unklar, eine Probebohrung schafft Klarheit“, sagte Kirmeier. Er betonte gleichzeitig, dass bislang mit den Stadtwerken Waldkraiburg keine Vereinbarung unterschrieben sei.

Die Gemeinde Heldenstein sei der Nachbarstadt schon immer entgegengekommen. So stehen auf Heldensteiner Gemeindegebiet drei Brunnen, für die allerdings kein Wasserschutzgebiet ausgewiesen worden sei. Ein Hochbehälter stehe auf dem Glatzberg.

Hintergrund für die Probebohrung ist die geplante Erweiterung des Gewerbegebiets nördlich der Daimlerstraße. Dies ist bislang am Waldkraiburger Brunnen IV und dem dazugehörigen Wasserschutzgebiet gescheitert. Ein neuer Brunnen soll ihn ersetzen. Die Sitzung beginnt um 19.30 Uhr.

Weitere Themen sind die Bahnüberführung bei Weidenbach, die Kalkulation der Gebühren für die Abwasserbeseitigung der Gemeinde, die Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms Bayern, die Teilfortschreibung „Land- und Forstwirtschaft“ im Regionalplan Südostoberbayern und Wortmeldungen der Bürgerversammlung. re

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