Oberbergkirchen – Nach einem erfüllten Leben, geprägt von der Fürsorge um ihre Lieben, wurde Ottilie Maierhofer aus der Hofmark auf dem Oberbergkirchener Friedhof zu Grabe getragen. Arm war ihre Kindheit in Holzhäuseln, frühere Gemeinde Irl, als sie dort als Ottilie Koller am 29. März 1927 geboren wurde und als jüngstes von 14 Kindern in einem „Zeugerl“ aufwuchs. Um das tägliche Brot musste sie bereits als Kind bei einer Stelle als Hausmädchen ihr Geld verdienen, später arbeitete sie als „Dirn“ bei verschiedenen Bauern. Am liebsten bestellte sie mit den Pferden die Felder.
In dieser Zeit lernte sie Georg Maierhofer aus Ranoldsberg kennen, 1952 ging sie mit ihm den Bund der Ehe ein, sie bezogen in Wolfhamming eine Wohnung. Der glücklichen Ehe wurden vier Söhne geschenkt.
Sie versorgte die Familie, verdiente sich noch ein Zubrot beim „Tagwerken“, ihr Mann arbeitet bei der Mobil AG.
1970 wurde in Oberbergkirchen ein Wohnhaus erworben und mit viel handwerklichen Geschick umgebaut und erneuert. Besonders stolz machte sie, dass sie ihren Söhnen eine gute Erziehung und Ausbildung mitgeben konnte und eine gute Verbindung zu den Familien bestand. Große Freude bereiteten ihr 13 Enkelkinder und zwei Urenkel, die sie gerne besuchten. Mit der jahrelangen Zustellung der Heimatzeitung war sie in die Dorfgemeinschaft eingebunden, sie gehörte im Ort wie die Kirche zum Dorf.
Früher machte sie gerne Busreisen, besuchte den Seniorenstammtisch und auch das Ortsgeschehen war ihr wichtig.
Ottilie Maierhofer war naturverbunden, unternahm gerne Spaziergänge zur Haumüller Kapelle, genoss dort die Ruhe und Stille und bezog aus ihnen ihre Lebensenergie. fma