Nachruf

von Redaktion

Niederbergkirchen – Im Alter von 87 Jahren fand die verstorbene Edeltraud Maraun auf dem Pfarrfriedhof in Niederbergkirchen ihre letzte Ruhestatt. Als jüngstes von acht Geschwistern hatte sie am 16. Juli 1930 in Theusing im Sudetenland das Licht der Welt erblickt. Bereits im Alter von zwei Jahren verstarb ihr Vater.

Schon als Jugendliche musste sie mit ihrer Mutter und einer Tante aus der Heimat fliehen und kam nach Bayern. Wenn die Zeit und die auf einem Bauernhof geforderte Arbeit auch hart war, so war die Familie doch froh über ein Dach über dem Kopf und genug zu essen.

Mit 22 Jahren heiratete sie den um 22 Jahre älteren Rudolf Mayer. Aus der Ehe gingen zwei Buben und vier Mädchen hervor, die alle in Sarling das Licht der Welt erblickten. 1968, nach 16 Ehejahren – als das jüngste Kind gerade einmal sechs Jahre alt war – verstarb ihr Gatte. Sie setzte ihre ganze Kraft ein, um in dieser schweren Zeit ihre Kinder durchzubringen. Neun Jahre nach dem Tod ihres ersten Mannes schloss sie mit Günther Maraun den Bund der Ehe.

Mit 47 Jahren schenkte sie einer weiteren Tochter das Leben. Die Familie lebte nun im Anbau an die Kirche in Oberhofen.

Schwer traf sie der Tod eines Enkels, der 1997 im Alter von nur zwölf Jahren verstarb und ihres Gatten, der im November 2003 verschied.

Um der drohenden Vereinsamung zu entfliehen, übersiedelte sie nach Mühldorf, in die Nähe ihrer jüngsten Tochter. Dort kam nun, nachdem sie zuletzt an den Rollstuhl gefesselt war und ihre geistigen Kräfte stark nachgelassen hatten, der Tod als Erlöser.bic

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