Mühldorf – Mit der Freifeldtraglufthalle der Tennisabteilung wurde ein erster Schritt zur Umsetzung des Sportstättenkonzeptes gemacht. Im nächsten Jahr soll mit der Schaffung neuer Umkleiden der nächste Schritt folgen. Die Tennisabteilung des TSV Mühldorf hat „ein größeres Projekt realisiert“, sagte der TSV-Vorsitzende Stefan Schörghuber nicht ohne Stolz bei der Mitgliederversammlung im TSV-Stüberl. Rund 150000 Euro wurden investiert, zwei Tennisplätze zu sanieren, einen Allwettercourt neu zu bauen sowie eine Freifeldtraglufthalle aufzustellen, sodass man in Zukunft auch in der kalten Jahreszeit Tennis spielen kann. Dabei muss die Tennisabteilung rund 55000 Euro über Sponsoren und die Pachteinnahmen der Tennisschule aufbringen. Zudem bekommt sie Zuschüsse von der Stadt und dem BLSV. „Das heißt, der Hauptverein oder die anderen Abteilung sind finanziell von diesem Projekt nicht betroffen“, sagte Schörghuber.
Tennis-Umkleiden werden modernisiert
Das sei aber nur der erste Schritt, als nächstes sollen die Umkleiden, die aus dem Jahr 1955 stammen, modernisiert werden. Umkleiden, Duschen sowie ein Bereich für die Gastronomie sollen dort im kommenden Jahr entstehen. Die Kosten bezifferte Schörghuber mit rund 300000 Euro.
Gleichzeitig stellte er ein weiteres Projekt vor: Stefan Bartsch, Abteilungsleiter der Volleyballabteilung, möchte gerne zwei weitere Beachplätze schaffen. Die Idee: Die vier Beachplätze gleich auf dem TSV-Gelände zu schaffen, um die Volleyballer wieder näher an den Verein heranzuholen. Dazu müsste man nur „etwas von dem heiligen Fußballplatz abknapsen“.
Ein Vorschlag des Badmintonabteilungsleiters Rainer Preß geht noch weiter. Warum könne man nicht das Hallenbad auf das TSV-Gelände verlagern und es sogar als TSV betreiben? „Und wir würden dann irgendwann einen neue TSV-Halle dazu bauen“, ergänzte Schörghuber. Hier soll eine Machbarkeitsstudie von Studenten der FH München Aufschluss geben. Zugleich machte Schörghuber klar: „Das ist sicher der fünfte Schritt, aber man wird doch auch mal träumen dürfen“.
Ein Hallenbad auf dem TSV-Gelände?
Gleichzeitig schickte er einen Seitenhieb in Richtung Stadt. Mühldorf als Kreisstadt habe in vielen Bereichen Nachholbedarf, dabei komme der Sport allerdings zu kurz. Dem widersprach Zweite Bürgermeisterin Ilse Preisinger-Sontag: „Der Stadtrat unterstützt die Vereine, aber das Korsett ist das Geld; und das zwickt manchmal“. Gleichzeitig stellte sie klar, dass die Sportförderung eine freiwillige Leistung ist. „Uns geht es finanziell zwar ganz gut, aber die Aufgaben werden auch immer mehr“.
Stefan Schörghuber präsentierte weitere Eckdaten des Vereins. So hat sich die Mitgliederzahl in den vergangenen Jahren kontinuierlich nach oben entwickelt. Derzeit hat der TSV 1735 Mitglieder, davon sind 778 Jugendliche (45 Prozent). „Wir sind ein lebendiger Verein mit hervorragender Nachwuchsarbeit“. Die Einnahmen haben sich in den vergangenen Jahren stets zwischen 355000 und 345000 Euro bewegt. Doch bei den Ausgaben habe man es geschafft, diese im abgelaufenen Vereinsjahr um 38000 Euro zu senken.
Relativ rasch abgehandelt war die Neuwahl. In ihren Ämtern bestätigt wurden der Vorsitzende Stefan Schörghuber, Kassier Erika Hora, Schriftführer Simone Rösler, Sportwart Rainer Filip und Jugendwart Felix Ruf. Ebenfalls bestätigt wurde Geschäftsführerin Cathrin Rost.
Zwei Kandidaten gab es für das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden. So wollte Josef Loibl, Abteilungsleiter der Schäffler, sein Amt weiter behalten. Rainer Preß, Abteilungsleiter Badminton und intensiv mit der Öffentlichkeitsarbeit des Vereins beschäftigt, bewarb sich ebenfalls um diese Position. Am Ende stimmten 31 Mitglieder für Josef Loibl, 17 für Rainer Preß.
Preß wurde aber in den Kreis der Beisitzer aufgenommen, dem auch Elfriede Schörghuber, Ilse Preisinger-Sontag, Albert Patzelt, Markus Saller und Rainer Haupt angehören.