Ampfing – Im übertragenden Sinn ein Häkchen setzen konnte das Gemeindeoberhaupt beispielsweise beim Hochwasserschutz (wir berichteten). „Ich freue mich deshalb ganz besonders und es beruhigt mich ganz besonders, dass heuer die Baumaßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes für den Ort Ampfing abgeschlossen werden konnten“, sagte Wimmer. Hochwasserdeiche, Mauern und flache Böschungen seien entlang der Isen errichtet worden. Dieser Punkt stand gemeinsam mit dem Klimaschutz am Anfang des etwas mehr als eine Stunde dauernden Resümee Wimmers.
Dabei konzentrierte sich der Bürgermeister weniger auf Einrichtungen zur Gewinnung alternativer Energien als auf Projekte, an denen die Gemeinde teilnimmt, um einschätzen zu können, wo gegebenenfalls Verbesserungsmöglichkeiten sind – etwa das integrierte Energie- und Klimaschutzkonzept in Zusammenarbeit mit der Hochschule Landshut (wir berichteten).
Erleichtert darüber, dass die „Unannehmlichkeiten“ für die Bürger rund um die Baumaßnahmen an der Mühldorfer Straße abgeschlossen sind, zeigte er sich ebenfalls. Ähnlich auch die vollendeten Veränderungen der Schweppermannstraße, bei der Ortskernsanierung – in Wimmers Augen „ein Dauerbrenner“. Seit rund 20 Jahren liefen unter dieser Überschrift Arbeiten.
2020 Arbeiten an Münchner Straße
Wimmer vertrat die Auffassung, dass damit die Ortsmitte attraktiv gehalten werde. Einen interessanten Ausblick gab er für das Jahr 2020. Nach Aussagen des Landkreises werde dann die Ortsdurchfahrt in Richtung Westen erneuert. Konkret nannte Wimmer den Bereich von der sogenannten Manghofer-Kreuzung bis zur Bahnunterführung. Es wird nicht die einzige Baumaßnahme sein, die auf die Gemeinde zukommt.
Besonders für den Bau von Kindertageseinrichtungen wird Ampfing Geld in die Hand nehmen. Es werde auch Fördergelder für Neubauten geben. Insgesamt sprach Ottmar Wimmer von Kosten von rund 5 Millionen Euro. Allein 2,2 Millionen dürften dabei auf den Anbau der Kinderkrippe Isenzwergerl entfallen. Baubeginn soll im Frühjahr kommenden Jahres sein. Auch den Hort auf dem Sportplatzgelände der Grundschule schnitt er an: Die Gemeinde werde das „Zuwendungsverfahren starten“. Neues gab es darüber, wann der Hort eröffnen soll. Das Ziel: September 2019.
Ein weiterer Punkt unter der Überschrift Kinderbetreuung: Kindergartenplätze. Derzeit seien Angebot und Nachfrage im Lot. Da Ampfing jedoch wachse, müssten mehr Plätze geschaffen werden. „Beim Kindergarten „Nuntius Pacelli“ trägt sich die Kirche schon seit längerer Zeit mit dem Gedanken, das in die Jahre gekommene Gebäude durch einen Neubau zu ersetzen“, leitete Wimmer ein. Es werde einen Neubau geben, wohl am bisherigen Standort – in der Zangberger Straße –, für 100 bis 105 Kinder. Das entspricht vier Gruppen. Derzeit gibt es dort sechs Gruppen.
Gewerbe finanziert soziale Investitionen
„Ein kommunaler Kindergarten in Ampfing wird unumgänglich. Die Planungsphase ist bereits eingeläutet“, fasste der Bürgermeister die Konsequenz für die Gemeinde zusammen. Gegen Ende seines Referates sprach das Gemeindeoberhaupt davon, dass der Schuldenstand der Kommune angesichts solcher Projekte natürlich wachsen könne. „Wenn keine neuen Gewerbebetriebe dazukommen“, schickte er hinterher. Und das glaube er nicht.
Der Gemeinderat habe zudem grünes Licht für einen Bau am Ampfinger Feuerwehrhaus gegeben, wie Wimmer erklärte. Das bestehende Gerätehaus aus den 1980er- Jahren sei zu klein. Es solle Platz für mehrere Fahrzeuge geschaffen werden, daneben sind unter anderem Sammelumkleiden und sanitäre Anlagen eingeplant. Das Gemeindeoberhaupt ließ wissen, dass die Feuerwehr in die Planungen einbezogen werde.
Bemühen um Baugrund für Private
Ampfing Süd, wo derzeit neue Wohnhäuser entstehen, wird wohl nicht das letzte Neubaugebiet Ampfings sein. Ottmar Wimmer deutete zumindest etwas an: „Die Bemühungen der Gemeinde, weitere Bauparzellen anbieten zu können, dürften in absehbarer Zeit Erfolg haben.“ Für Menschen mit geringem Einkommen stellte er das Bauprojekt in der Flurstraße nochmals vor. Im sozialen Wohnungsbau sei die Gemeinde direkt als Bauherrin aktiv. Zehn Wohneinheiten entstünden dort, Mitte 2018 rechne man mit deren Fertigstellung.
Im Bereich Finanzen hat Ampfing Zahlen zu bieten, die sich andere Kommunen wünschen. Deutlich wurde das in einer Grafik, die Wimmer zeigte: Die Fieberkurve des Steueraufkommens der Gemeinde Ampfing liegt über der des bayerischen Durchschnitts. „Die Gemeinde Ampfing ist der drittgrößte Umlagenzahler des Landkreises Mühldorf“, ließ Wimmer die Bürger wissen. Das bedeute, dass etwa 40 Prozent der Steuereinnahmen an den Landkreis weitergeleitet würden. Besonders erfreut zeigte er sich darüber, dass die Gemeinde 2017 voraussichtlich etwas mehr als 400000 Euro an Einspeisevergütung für ihre Fotovoltaikanlagen erhalten werde. Hier seien rund vier Millionen Euro investiert worden.