Aus der Bürgerversammlung

Keine Pläne für Molkerei

von Redaktion

Ob eine private Wasserversorgung, Container für den Bioabfall oder die Parksituation in Ampfing – den Bürgern lagen unterschiedliche Themen bei der Bürgerversammlung am Herzen.

Salmanskirchen – Jedes Jahr legt Bürgermeister Ottmar Wimmer in den Bürgerversammlungen der Gemeinde Ampfing Rechenschaft über Einnahmen und Ausgaben (wir berichteten) ab. Bei der Bürgerversammlung hat aber auch der Bürger das Wort.

Helmut Pritz: „Wird die Wasserversorgung privatisiert?“

Bürgermeister Ottmar Wimmer: „Das ist in Ampfing nicht geplant – außer es kommt eine staatliche Anweisung.“

Joachim Reisinger junior: „Kann in Salmanskirchen ein Container für die grünen Säcke (Biomüll) aufgestellt werden. Derzeit müssen die Salmanskirchner bis nach Ampfing fahren, um ihren Abfall zu entsorgen.“

Wimmer: „Zur Aufstellung eines weiteren Containers kann ich keine Zusage geben, dennoch wird dies geprüft.“

Franz Reichl: „Ich war wegen der Aufstellung eines Containers im Landratsamt. Dort gab es keine weitere Zustimmung zur Aufstellung eines Containers.“

Martin Huber: „ Es ist gewollt, dass man Mülltrennung macht, aber dann muss man weite Wege in Kauf nehmen, um seinen Bioabfall wegbringen zu können.“

Wimmer: „Auch diesen Hinweis nehme ich mit und gebe ihn an das Landratsamt weiter. Müllentsorgung ist nicht mehr die Aufgabe der Gemeinde, sondern des Landkreises.“

Martin Huber bemängelte auch die Parksituation und die damit verbundenen Verkehrsbehinderungen an der Mitterstraße in Ampfing.

Wimmer: „Ich sehe hier kein Problem. Man muss dies hinnehmen, denn wir können nicht an allen Straßen Halteverbotsschilder aufstellen.“

Ein weiterer Zuhörer wollte wissen, ob demnächst der Aidenbach ausgebaggert werde. Dieser sei schon sehr zugewachsen und bei Starkregen gebe es immer Überschwemmungen, da das Wasser nicht mehr gut ablaufen könne.

Wimmer: „Dies werden wir prüfen und das Ergebnis wird mitgeteilt werden.“

Erich Hargasser bat um die Kostenübernahme zur Erneuerung der Schrift am Kriegerdenkmal.

Wimmer: „Die Kosten hierfür wird die Gemeinde übernehmen.“

Andreas Hagn: „Was wird mit dem Gebäude der Molkerei? Könnte man diese nicht ganz abreißen und eventuell Baugründe daraus machen?“

Wimmer: „Die Gebäude, die an der Molkerei abgerissen wurden, waren sehr marode. Ein Abbruch der restlichen Gebäude würde mit sehr hohen Kosten verbunden sein und würden sich nicht mit den Einnahmen aus dem Verkauf der Baugrundstücke decken. In einem weiteren Gebäude ist noch eine Wasseranlage untergebracht, deren Abbau sich schwierig gestalten würde. Ich kann mir vorstellen, dort einen Betrieb wie etwa eine kleine Brauerei, die nur eine Sorte braut, anzusiedeln, die dann eventuell auch das Gebäude erwerben würde. Ansonsten bleibt hier momentan alles so, wie es ist. Es ist derzeit nichts geplant.“

Alfons Gillhuber: „Leider ist trotz Breitbandausbau die Leistung für Internet noch immer sehr schlecht. Auch der Handyempfang funktioniert nicht.“

Wimmer: „Für ein besseres Handynetz müsste man einen Funkturm aufstellen. Hier gibt es jedoch viele Gegner, die keinen haben wollen. Zum Breitbandausbau: Salmanskirchen war beim ersten Ausbauprogramm dabei und dadurch können 30 Megabits pro Sekunde genutzt werden. Für den Innenbereich ist die Gemeinde nicht zuständig. Hier müsse jeder selber bei der Telekom seinen Zugang zum Haus beantragen. Leider ist auch die Telekom noch nicht so weit, dass sie den Zugang freigeben kann. Ich hoffe, dass so schnell wie möglich etwas passieren wird.“

Artikel 1 von 11