Neumarkt-St. Veit/Ampfing – Ein Bagger im Flußbett, der tief in die Böschung hineingreift und Material wegschafft: An der Rott werden aktuell Gewässerunterhaltungsmaßnahmen im Stadtgebiet von Neumarkt-St. Veit durchgeführt. Das Flussbett im Bereich oberhalb des Schwimmbad-Stegs wird im Zuge dieser Maßnahme aufgeweitet, die Uferversteinung ausgebaut oder zurückversetzt und die Böschungen werden abgeflacht. „Beide Maßnahmen“, so Abteilungsleiter Michael von Berg, „dienen der ökologischen Renaturierung der Gewässer. Auch der Hochwasserschutz wurde in den Planungen berücksichtigt.“ Im Falle der Rottverbeiterung spricht von Berg von knapp drei Metern, um die die Rott ausgeweitet wurde. „Durch die Vergrößerung des Flussquerschnitts wird die Überschwemmungsgefahr verringert“, erklärt von Berg diese „vorbeugende Hochwasserschutzmaßnahme“. Auffallend im Bereich auf Höhe des Neumarkt-St. Veiter Schwimmbades sind größere Gesteinsbrocken, ja sogar ganze Bäume, die im Flussbett liegen. Sie haben nach den Ausführungen von Bergs die Aufgabe, der Rott Fließgeschwindigkeit zu nehmen, damit dienen sie Fischen als Fischunterstand. „Durch die Bummerl und Wurzelstöcke reißt die Strömung ab, dadurch entstehen Ruhezonen für Fische, die nicht verdriftet werden wollen“, erklärt von Berg, der ankündigt, dass die Bauarbeiten an der Rott Mitte Dezember abgeschlossen sein werden.
Unterhaltungsmaßnahmen finden aktuell auch bei Ampfing statt. Wie das Wasserwirtschaftsamt in Rosenheim mitteilt, wird gleichzeitig an der Isen der Absturz im Bereich der Hinmühle in eine ökologisch durchgängige, aufgelöste Sohlrampe umgebaut. „Die vorhandene, für Fische nicht passierbare Absturzhöhe wird auf mehrere Querriegel aus Wasserbausteinen aufgeteilt“, erklärt von Berg. „Dazwischen entstehen Becken mit einer Länge von circa drei bis vier Metern.“ Die Riegel werden so angeordnet, dass die Durchgängigkeit für Fische und andere Wasserlebewesen auch bei Niedrigwasser gewährleistet ist.