Kirchturm

Sanierung beginnt im Frühjahr

von Redaktion

Zu viele Schäden: Die Besichtigung machte deutlich, dass vieles am Kirchturm kaputt ist. Aus diesem Grund hat das Ordinariat München nun den Startschuss für den Beginn der sofortigen Renovierung gegeben.

Stefanskirchen – Schon vor einiger Zeit wurde der Kirchturm der Pfarrkirche Stefanskirche als „Notfallmaßnahme“ vom Ordinariat München eingestuft (wir berichteten). Als erster Schritt wurde ein Gerüst aufgebaut, danach fand ein gemeinsamer Vor-Ort-Termin mit Planer, Ordinariat/Erzbischöfliche Finanzkammer und der Kirchenverwaltung statt.

Erhebliche Mängel am Turm wurden bei dem Termin offensichtlich. Bei dem Ortstermin waren Martin Gastberger, Abteilungsleiter/Bauaufsicht der Erzbischöflichen Finanzkammer, die Planer Georg Maierhofer senior und junior aus Schönberg und von der Kirchenverwaltung Ludwig Genzinger dabei, um die Schadstellen am Turm in Augenschein zu nehmen.

Auslöser für die Notmaßnahme ist die schadhafte Schiefereindeckung des Turms. Durch gebrochene Schieferplatten ist es zu vielen Fehlstellen in der Deckung gekommen. Eindringendes Wasser hat Spuren hinterlassen: die Bretterschalung ist verfault, und Nägel, mit denen die Schieferplatten an der Bretterschalung befestigt sind, verrosten. Eine punktuelle Ausbesserung sei aufgrund des Schadensbildes nicht mehr möglich, da es wieder zu neuen Ausbrüchen kommen würde. Abgebrochene oder herausgebrochene, scharfkantige Schieferplatten und Teile davon finden sich in allen Wasserspeiern. Es müsse davon ausgegangen werden, dass sowohl im Bereich des Kaiserstiels (Kreuz lässt sich verdrehen) als auch im unteren Bereich des Turmhelms, wo die tragende Dachstuhlkonstruktion des Spitzhelms auf dem Mauerwerk aufsitzt, fäulnisbedingte Schäden der Konstruktion vorhanden seien. An den Maßwerkteilen der Schallöffnungen sind ebenfalls erhebliche Schäden festzustellen, die zu plötzlichem Ausbruch und Absturz dieser Bauteile führen können.

Die Schäden am Turm sind so groß, sodass der Vergabeausschuss des Ordinariats grünes Licht für die sofortige Sanierung gegeben hat. Der Kirchenverwaltung wurde vergangene Woche mitgeteilt, dass der Notfallmaßnahme Kirchturmsanierung zugestimmt und genehmigt wurde.

Die Umsetzung der Maßnahme ist für 2018 geplant, Baubeginn soll im Frühjahr sein. Jetzt über die Wintermonate werden die Ausschreibungen für die Hauptgewerke vorbereitet und ausgeschrieben. Die Kostenschätzung für die Turmsanierung mit Gerüstkosten und Planungskosten läuft sich auf 260000 Euro.

Die Pfarrei muss sich mit einem 15-prozentigen Eigenanteil beteiligen, da es sich um eine Notfallmaßnahme handelt. Somit würde auf die Stefanskirchner ein Eigenanteil von etwa 39000 Euro zukommen.

Die Kirchenverwaltung ist sehr froh über die Entscheidung, dass der Turm saniert werden kann und hat sozusagen sein Weihnachtsgeschenk vorab erhalten.

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