1. Was war für Sie das wichtigste Ereignis des vergangenen Jahres?
Für mich persönlich kann ich meinen Wechsel in den Pfarrverband Schönberg als wichtiges und veränderndes Ereignis bezeichnen. Zunächst im Juli der Abschied nach drei Jahren in der Domstadt Freising im Pfarrverband St. Korbinian, in denen viele Verbindungen gewachsen sind. Im August war ich wie gewohnt drei Wochen in Peru, wo ich in meiner Seminarzeit ein halbes Jahr gelebt habe, um meine dortigen Freunde zu besuchen und die Projekte, die wir aus Deutschland unterstützen, zu begleiten. Im September dann der Beginn im neuen Pfarrverband. Der Neuanfang bringt für mich viele Gestaltungsmöglichkeiten und zugleich eine große Verantwortung und Aufgabenfülle. Es freut mich sehr, dass ich von den Gläubigen im gesamten Pfarrverband Schönberg sehr herzlich aufgenommen wurde. Mittlerweile habe ich viele verschiedene Facetten und Prägungen der einzelnen Pfarreien kennengelernt und bin sehr dankbar, dass alle gut zusammenarbeiten und -helfen. In solch einer engagierten Gemeinschaft macht mir auch mein eigener Dienst noch wesentlich mehr Freude.
2.Was ist die wichtigste Aufgabe für das neue Jahr?
Im neuen Jahr gibt es keine außerordentliche Aufgabe – die „normalen“ Aufgaben sind ohnehin völlig ausreichend: Das Evangelium verkündigen, die Sakramente spenden – und alles, was dazu gehört: Sämtliche Gottesdienste, mein Unterricht in der Hauptschule, Ministrantenstunden und -proben, Taufen, Hochzeiten, Besuche bei Kranken, Beerdigungen und viele andere Ereignisse im Leben unserer Pfarreien. Persönlich habe ich so manche Ideen, die allerdings noch erste Überlegungen und keine fertigen Projekte sind. Insofern warten im neuen Jahr wieder viele spannende Aufgaben auf mich, auf die ich mich weiter sehr freue.
3.Ihr Neujahrswunsch?
Ich wünsche allen Menschen in unserer Gegend, dass sie friedlich miteinander leben können. Dazu gehört ganz wesentlich, sich um Frieden und Zusammenhalt zu mühen, auf den anderen zu achten, die natürliche Ordnung der Welt anzuerkennen. Es gibt viel Unzufriedenheit, Streit und Meinungsverschiedenheiten, weil zu viele Dinge „verhandelt“ werden – doch vieles ist schon vor dem Menschen gesetzt: der Schutz des menschlichen Lebens ab der Zeugung, die christliche Ehe als Bund zwischen Mann und Frau, der natürliche Freiraum des Menschen, der durch die Zehn Gebote geschützt wird. Eigentlich wäre es nicht sonderlich schwer, all das zu respektieren und so jedem Einzelnen seine Freiheit und sein Leben in Frieden zu garantieren. Doch immer wieder kommt man aus persönlichen Motiven davon ab – möchte man sich doch in der modernen Welt gerne eigene Vorteile sichern. Aber ich denke, wenn sich alle an diese einfachen Grundvoraussetzungen halten, kann Zusammenleben auch in der Zukunft, weit über das neue Jahr hinaus, durchaus gelingen. Für mich selbst und meine Aufgaben wünsche ich mir Gesundheit, Geduld und Weitblick – auch die eine oder andere gute Idee für die Verkündigung und unser Pfarreileben.