Aus dem Bauausschuss

Kein Ringschluss, aber Nachverdichtung

von Redaktion

Die Änderung des Bebauungsplans „Rosenstraße“ sieht künftig Mehrparteienhäuser vor. Der Bauausschuss begrüßte eine Nachverdichtung.

Töging – Verschiedene Behörden können durchaus unterschiedliche Sichtweisen auf eine Frage haben, wie in der jüngsten Sitzung des Töginger Bauausschusses deutlich wurde. Das Gremium beschäftigte sich mit Stellungnahmen zu einer Änderung des Bebauungsplanes „Rosenstraße“.

Bürgermeister Dr. Tobias Windhorst sagte zu Beginn, dass es um einen Bau am Ende der Tulpenstraße gehe. Auf drei Parzellen sollen Mehrparteienhäuser entstehen. Im rund 30 Jahre alten Bebauungsplan waren ursprünglich Einzelhäuser vorgesehen.

Dazu waren wie üblich verschiedene Behörden und Unternehmen um Stellungnahmen gebeten worden. Die der Regierung von Oberbayern und des Landratsamtes unterschieden sich jedoch. Windhorst fand: „Beide haben recht.“ Während aus München die Nachverdichtung begrüßt wurde, gab man in Altötting zu bedenken dass es eine Benachteiligung derjenigen sei, die schon zuvor gebaut hätten. Diese hätten Baurecht nur für Einzelbebauung bekommen.

Das Stadtoberhaupt machte deutlich, wo er für die Abwägung das bessere Argument sehe: „Wir von der Stadt würden uns der Regierung von Oberbayern anschließen.“ Es gebe außerdem im südlichen und östlichen Teil des Gebietes, das zum Bebauungsplan zählt, bereits Mehrfamilienhäuser. Die Art der Bebauung auf den drei zusätzlichen Parzellen widerspreche nicht dem städtebaulichen Konzept.

Im Rat gab es Stimmen, diese Veränderung entspreche schlicht den Erfordernissen der Zeit: Es würden mehr Wohnungen gebraucht. Die SPD sah dies insbesondere für junge Familien als wichtig an und fragte nach, ob das Landratsamt eine Entscheidung des Bauausschusses widerrufen konnte. Bürgermeister Tobias Windhorst verneinte dies, da das unter die Planungshoheit der Kommune falle.

Zur Nachverdichtung sagte er auch: „Dieses Thema werden wir noch oft haben. Andere Kommunen auch.“ Der Bebauungsplan erstrecke sich über eine weit größere Fläche als die, die gerade besprochen werde. Grundsätzlich bestehe im Bebauungsplan die Möglichkeit, weitere Parzellen zu schaffen und schließlich eine Ringstraße für die Siedlung zu erstellen. Derzeit stünden aber die entsprechenden Grundstücke nicht zur Verfügung.

Der Bauausschuss empfahl dem Stadtrat einstimmig, den Abwägungsvorschlag anzunehmen und die Satzung des Bebauungsplans Rosenstraße zu ändern.

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