Herbstversammlung der Friseurinnung:

Immer die Ausbildung im Fokus

von Redaktion

Die Innung setzt sich für eine gute Ausbildung im Friseurhandwerk ein. Das betonte Obermeisterin Helga Wimmer bei der Herbstversammlung.

Töging – In ihrem Jahresrückblick erwähnte Wimmer dass Auszubildende im Friseur-Handwerk eine höhere Vergütung bekommen. Auch ein Bachelor-Studium Beauty-Management als Fortbildungsmöglichkeit begrüßte sie. Die besondere Leistung einer ehemaligen Auszubildenden, die die Berufsschule Altötting besucht hat, würdigte die Obermeisterin. Adnana Smajic, die ihre Ausbildung in einem Simbacher Friseursalon absolviert hat, hatte beim Kammer- und beim Landesentscheid den Ersten Platz geholt. Beim Bundeswettbewerb kam sie auf Rang drei. Die Arbeit zum Thema „Wiesn-Style“ hatte Smajic dabei: Ein Modellkopf mit kunstvoll-filigraner Flechtfrisur drapiert. „Ohne die Unterstützung des Betriebes würde es nicht gehen“, lobte Wimmer auch den Ausbildungsbetrieb, Salon Höller. Inhaberin Brigitte Höller übergab sie einen Blumenstrauß.

Die Botschaft der Friseurinnung Altötting-Mühldorf klang auch im Fachvortrag an: Qualität in der Ausbildung ist wichtig. Referentin Kathrin Kaufmann stellte vor, wie die Prüfungsmappe von Azubis aussehen sollte. Darin beschreiben angehende Friseurinnen praktische Arbeiten im Ausbildungsbetrieb. Kaufmann sagte, es komme unter anderem auf die richtige Fachsprache an, Grafiken und Beschreibungen müssten zusammenpassen. Und sie erinnerte daran: „Die Prüfungsmappe zu erstellen, ist Sache des Betriebes.“

Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Markus Saller, ging auf die Aktivitäten im kommenden Jahr ein. Die Bildungsmesse sei in Vorbereitung, an einem Stand für das eigene Handwerk zu werben, „lohnt sich“. Außerdem gebe es auch für Friseurbetriebe die Möglichkeit, sich in Fragen der Energieeinsparung beraten zu lassen. Derzeit würde für Gewerke im Bereich Bau geprüft, inwiefern Abmahnungen von Betrieben, die ohne Qualifikation Leistungen anbieten, den Meisterbetrieben helfen. Denkbar wäre für das Friseurhandwerk, diejenigen abzumahnen, die in Schwarzarbeit beispielsweise zu Hause Haare schneiden. Dort würden im Gegensatz zu Meisterbetrieben beispielsweise keine Standards für Hygiene eingehalten werden müssen. „Wir dürfen nicht denjenigen das Feld überlassen, die Ihnen letztendlich Ihre Preise kaputt machen“, so Saller. Helga Wimmer ergänzte, dass Schwarzarbeit auch keinen Beitrag zur Ausbildung von Nachwuchs leiste.

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