„Stille Nacht“ hinter dem Tresen

von Redaktion

Corinna Bauer serviert an Heiligabend Drinks

Mühldorf – Nein, einen Groll auf ihren Chef hegt Corinna Bauer nicht. Ganz im Gegenteil: „Ich arbeite an Heiligabend aus freien Stücken. Dass wir das ‚Nachtcafé Cappuccino‘ aufmachen, ist ganz allein meine Entscheidung.“

Also steht sie heuer am 24. Dezember wieder hinter der Bar am Mühldorfer Stadtplatz – wie schon vor einem Jahr. „Damals hatten wir unser Café gerade frisch eröffnet, alles war noch ganz neu.“ Ein sehr entspannter Abend sei das gewesen, erinnert sich die 28-Jährige. Mit einem sehr gemischten Publikum: „Mit Singles, die sonst allein daheim wären; mit jungen Gästen, die um 22 Uhr genug von der Familie haben; aber auch mit Leuten, denen einfach nicht nach ‚Stille Nacht‘ zumute ist.“

Zur letzten Gruppe zählt irgendwie auch Corinna Bauer. „Mir fehlt nichts, wenn ich an Weihnachten arbeite. Meine Familie sehe ich schon am Nachmittag und mein Freund muss abends auch arbeiten.“ Übrigens auch als Barkeeper, nur ein paar Häuser weiter. Und wenn man die „Heilige Nacht“ schon nicht bei der Familie verbringen kann, dann kommt die Familie einfach in die Arbeit. „Meine Mama schaut vielleicht für eine Stunde vorbei und leistet mir an der Bar Gesellschaft.“

Welche Musik man an Heiligabend so auflegt? „Jazz, Swing, ein bisschen Elektro. Aber ganz sicher kein ‚Oh du fröhliche‘.“ Mindestens bis 2 Uhr dauert die Weihnachtsschicht für Corinna Bauer. „Wenn viel los ist, öffnen wir auch länger.“ Dann kann es schon mal vorkommen, dass die Mühldorferin erst gegen 5 Uhr ins Bett kommt. So oder so, am ersten Weihnachtsfeiertag lautet ihr Motto: Richtig ausschlafen!ha

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