Buchbach – In der Richtersiedlung möchte der Gemeinderat Voraussetzungen schaffen, dass bei den bestehenden Wohnhäusern bauliche Veränderungen wie Aufstockungen oder eine Nachverdichtung auf den Grundstücken möglich ist. Deshalb wurde im März beschlossen, den Bebauungsplan entsprechend zu ändern.
Das Architekturbüro Friedel aus Waldkraiburg arbeitete ein entsprechendes Deckblatt aus, das im Juli ausgelegt wurde. Im Oktober hat der Marktgemeinderat die Anregungen und Stellungnahmen gewürdigt und abgewogen. Dann wurde allerdings festgestellt, dass die festgelegte Wandhöhe von 7,20 Meter nicht mit der Vorgabe zusammenpasst, dass lediglich zwei Vollgeschosse entstehen dürfen. Deshalb wurde das Deckblatt jetzt noch einmal geändert, und die maximale Anzahl an Vollgeschossen auf drei festgelegt. Jetzt muss der geänderte Bebauungsplan noch einmal ausgelegt werden; allerdings nur für 14 Tage. Dann kann ihn der Marktgemeinderat in Kraft setzen.
Erweiterung
ermöglichen
Im März hatte der Marktgemeinderat beschlossen, den Bebauungsplan Ranoldsberg Süd zu ändern. Damit soll dem dort ansässigen Seniorenpflegeheim eine Erweiterung ermöglicht werden.
Mit einer Gegenstimme stimmte der Marktgemeinderat jetzt den Planunterlagen zu, die in einem nächsten Schritt öffentlich ausgelegt werden. Zudem haben die Behörden die Möglichkeit, Stellungnahmen abzugeben. Beim Bebauungsplan Ringstraße mussten die Marktgemeinderäte die Stellungnahmen der Behörden bereits bewerten. Dabei gaben zwölf angeschriebene Behörden keine Stellungnahme ab, zehn hatten keine Bedenken. Einige hatten kleinere redaktionelle Anmerkungen. Bürgermeister Thomas Einwang berichtete, dass die Grundstücksgrenzen und die Höhenentwicklung im Zuge der Änderung des Bebauungsplanes bereits vermessen und bei Bedarf neu festgesetzt worden seien. So wurde für die Grundstückseigentümer jetzt auch Klarheit geschaffen.
Ebenfalls in trockene Tücher gebracht wurde die Erweiterung der Ortsstraße „Am Eichaberg“.
Unter dem Punkt Informationen brachte Martha Oberwallner die neue Regelung mit den Gelben Säcken zur Sprache, die in ihren Augen ziemlich undurchsichtig ist. Dabei kritisierte sie zum einen die Postwurfsendung und die Regelung mit den Gutscheinen. Bürgermeister Einwang sagte, dass sie in Buchbach bei der Tankstelle Leinfelder und in Ranoldsberg bei der Bäckerei Wenzel erhältlich seien. Er räumte aber auch ein, dass der Bereich Abfallwirtschaft des Landratsamtes die Umsetzung „wohl zu leichtfertig gesehen hat“. Er merkte aber auch an, dass derzeit wohl jeder über jeden schimpfen würde. Er appellierte an alle Bürger, erst einmal Ruhe zu bewahren.
Keine Ruhe lässt Wilhelm Fischer die Uherstraße. Sie muss bei der nächsten Verkehrsschau auf alle Fälle begutachtet werden, da hier durch parkende Fahrzeuge und Anhänger immer wieder Probleme auftauchen würden. Bürgermeister Einwang sagte allerdings, dass die Polizei keine Handhabe habe, wenn neben parkenden Autos drei Meter Platz sei. Sollte dies nicht der Fall sein, forderte er die Betroffenen auf, die Situation zu fotografieren und an die Polizei zu schicken.