Obertaufkirchen – Das sei aber einigermaßen aufwendig, sagte Bürgermeister Franz Ehgartner bei der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres. Er nannte es „ein kleines Bürokratiemonster“. Die Frage tauchte auf, als der Gemeinderat einen Bauantrag diskutierte, mit dem aus Geburtsräumen in der Haager Straße drei Wohneinheiten gemacht werden sollen.
Zusätzlich zu den bereits bestehenden zwei Wohnungen im Obergeschoss sollen dann drei weitere Wohnungen im Erdgeschoss entstehen, für die sieben Stellplätze vorgesehen sind.
Zweiter Bürgermeister Georg Thalhammer meinte dazu, der Gemeinderat solle nachdenken, ob man nicht doch eine Stellplatzsatzung erarbeiten solle.
In Oberbergham soll eine zusätzliche Wohneinheit als Ersatzbau entstehen. Durch den Neubau werden, so führte Bürgermeister Franz Ehgartner aus, Abstandsflächen erzeugt, die auf das Nachbargrundstück fallen. Der Nachbar hat aber der Abstandsflächenübernahme bereits zugestimmt. Daher stimmte der Gemeinderat dem Vorhaben ebenfalls zu.
In Haslberg soll ein neues Betriebsleiterwohnhaus mit Garagen gebaut werden. Zudem soll das bestehende Wohnhaus in nur eine Wohneinheit für die Altenteiler umgewandelt werden. Auch hier hatte der Gemeinderat keine Einwände.
In Thalham soll ein Betriebsgebäude für Elektrotechnik und IT-Systeme mit Büro, Garage, Werkstatt und einer Wohneinheit entstehen. Der Bauherr hat dazu eine Bauvoranfrage gestellt, die letztendlich vom Landratsamt geprüft werden muss. Bürgermeister Ehgartner sagte auf Nachfrage von Helmut Mailhammer, dass das Bauvorhaben im Außenbereich geplant sei. Man könne es mit gutem Gewissen genehmigen, aber auch ablehnen. Bisher habe sich das Landratsamt noch nicht festlegen wollen.
Da auf dem Grundstück vorher bereits ein Gebäude stand und das Areal auch rundherum bebaut sei, könne er eine Beeinträchtigung der Nachbarn nicht sehen, so Ehgartner. Im Außenbereich könnten auch beispielsweise Stallgebäude oder eine Biogasanlage gebaut werden. „Da ist die jetzige Anfrage das Beste, was den Nachbarn passieren könnte“, sagte Bürgermeister Ehgartner. Der Gemeinderat schloss sich dieser Ansicht an und befürwortete die Voranfrage.
Ebenfalls grünes Licht gab der Gemeinderat für die Änderung des Flächennutzungsplanes der Stadt Dorfen, die eine Vielzahl von kleineren Flächen für Wohn- und Gewerbeansiedlungen ausweisen möchte.
Dazu muss Obertaufkirchen als benachbarte Gemeinde auch eine Stellungnahme abgeben. Ebenfalls eine Stellungnahme abgeben muss die Gemeinde Obertaufkirchen zur Teilfortschreibung des Regionalplans Südostoberbayern in Sachen „Land- und Forstwirtschaft“. Hier hat Obertaufkirchen aber keine Einwände.
Ein Teilstück des Feld- und Waldweges „Stierberger Weg“ führt über das Gelände, auf dem das neue Sondergebiet Logistik entstehen soll. Damit hier der Bauherr Planungssicherheit hat, hat der Gemeinderat ein rund 200 Meter langes Teilstück des Weges eingezogen. Die Einziehung soll aber erst vollzogen werden, wenn die Zufahrt zu dem neuen Sondergebiet fertig ist.