Kommentar

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von Redaktion

Es ist in der Tat schwer vorstellbar, warum Hochwasser im Altmühldorfer Tal plötzlich keine Gefahr mehr für ein Sportzentrum darstellen sollte. Zu klar waren die Analysen, Daten und Diskussionen, als es vor einigen Jahren zum ersten Mal um den Bau von Fußballplätzen, Tribünen und Umkleiden auf dem Gelände ging. Jetzt macht der FC Mühldorf also erneut einen Vorstoß, im dortigen Überschwemmungsgebiet mit Unterstützung der Stadt Sportanlagen zu bauen.

Außer dem Verein und einigen Vertretern der Stadt kennt niemand die Pläne, der Verein will sie vor allen anderen dem Stadtrat vorstellen. Das scheitert, wenn sich Grünenstadtrat Dr. Georg Gafus durchsetzt und die Vorstellung des Konzepts auf seinen Antrag hin von der Tagesordnung genommen wird.

Und das ist noch schwerer zu verstehen als ein Bau im Überschwemmungsgebiet: Die Weigerung, einen Verein sprechen zu lassen, nur weil seine Vorstellungen von einem Stadtratsbeschluss abweichen. Das Gremium täte gut daran, sich darauf nicht einzulassen und stattdessen ernsthaft und offen das Anliegen des FCs anzuhören und zu besprechen.

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