Rechtmehring – Die Betriebserlaubnis, dass der Rechtmehringer Kindergarten für das laufende Kindergartenjahr mehr Kinder aufnehmen darf, gilt seit September vergangenen Jahres. Möglich war das, weil es in Rechtmehring den „Grünen Gruppenraum“ im Wald gibt, in dem die Kinder auch bei den derzeit kalten Temperaturen gerne sind. Täglich spielen dort zwischen 15 und 18 Kindergartenkinder, jeden Tag eine andere Altersgruppe, wenn es wärmer wird, dürfen auch die Krippenkinder hin.
Die Gemeinde hat auf den zusätzlich Raumbedarf beim Kindergarten reagiert und ein Grundstück daneben für eine Erweiterung erworben. Diese wäre im denkmalgeschützten Bestandsgebäude aus brandschutztechnischen Gründen nicht möglich, auch die Vorgaben des Amtes für Jugend und Familie könnten nicht eingehalten werden. Außerdem könnten bei einer Nutzung der jetzt noch vorhandenen Räume gerade mal zwölf bis 14 Kinder zusätzlich untergebracht werden. Im Moment hat der Kindergarten 64 Kindergartenkinder und 15 Krippenkinder, wird der Bau erweitert, hätten dort weitere 25 Kindergartenkinder und zwölf Krippenkinder Platz. Außerdem im Neubau vorgesehen sind ein barrierefreies WC, ein Raum für die Mittagsverpflegung, ein Ruhe- und Schlafraum, Aufenthaltsräume, Räume für Technik und Personal.
Der Erweiterungsbau soll, so der Plan, im Frühjahr nächsten Jahres fertig sein. Da bis dahin nicht alle Kinder im jetzigen Kindergarten untergebracht werden können, wird im September, wenn das neue Kindergartenjahr beginnt, ein Container mit Platz für eine Gruppe aufgestellt.
In die Planungen eingebunden sind die Mitarbeiter des Kinderhauses und Veronika Flohrer, die Leiterin, ist schon in Sachen Erhöhung des Personalschlüssels aktiv.
Nach derzeitigem Stand, so die Informationen im Gemeinderat, dürfte die jetzt geplante Erweiterung für die nächsten Jahre ausreichend sein. Müsste noch einmal erweitert werden, wäre das auf dem jetzt für den Erweiterungsbau geplanten Grundstück nicht möglich, es würde die vorgegebene Freifläche nicht geben.
„Wir erleben derzeit einen Umbruch vom Kindergarten- in einen Tagesstättenbetrieb.“ Veronika Flohrer
Eine Warteliste gibt es für den Rechtmehringer Kindergarten nicht, aber für Kinder aus anderen Gemeinden gibt es keinen Platz mehr. Veronika Flohrer sagt, sie erlebe derzeit etwas was es vorher noch nie gegeben habe: „Nach dem Anmeldeschluss Ende Januar bekommen wir jetzt noch immer täglich Anrufe von Eltern, die von Kolbermoor, Bad Feilnbach oder anderen Städten und Gemeinden nach Rechtmehring ziehen wollen“. Und noch etwas stellt sie fest: „Es gibt bei uns gerade einen Umbruch vom normalen Kindergartenbetrieb in einen Tagesstättenbetrieb.