Mettenheim – Die Vereinbarung fußt auf dem von der Regierung von Oberbayern initiierten Höfe-Programm, wonach vor Ort 53 Kilometer Glasfaser bis in die einzelnen Gebäude verlegt und 21 Verteiler aufgestellt werden sollen. Das erlaubt den Nutzern bald nicht nur das Telefonieren, Surfen und Fernsehen, sondern gleichzeitig das Musik- und Videostreaming oder Speichern in der Cloud.
Dazu werden Außenstellen von Dirnlech, Amering, Ernsting über Gaymoos, Langenstegham, Hofisen bis nach Solling und Eibelsgrub, über Haubing, Zehethof, Hechfelln, Neufahrn bis zur Kraiburger Straße eingerichtet. Damit werden die Anschlüsse mit Geschwindigkeiten von unter 30 Mbit pro Sekunde aufgerüstet und der Breitbandausbau der vergangenen Jahre in Mettenheims Dorf, Siedlung und Ortsteilen fortgesetzt.
„Nur eine Kommune, die eine gute Infrastruktur besitzt, kann erfolgreich Familien und Unternehmen ansiedeln“, weiß Bürgermeister Stefan Schalk, dem es als Wirtschaftsinformatiker schon immer ein Herzensanliegen war, den Breitbandausbau zügig voranzutreiben.
In dieser Verantwortung sahen sich aber ebenso die Vertragspartner von der Telekom – Regio-Manager Erhard Finger und der Projektleiter Technik Georg Selbertinger.
Ihnen zufolge steigt das Unternehmen, das sich mit seinem Angebot den Zuschlag für den Netzausbau in der Gemeinde Mettenheim sicherte, nun in die Feinplanung für den voraussichtlich 24 Monate dauernden Ausbau ein. Parallel dazu wird eine Tiefbau-Firma ausgewählt, Material bestellt und werden die Baugenehmigungen einholt. Sobald alle Leitungen verlegt und die Verteiler aufgestellt sind, wird die Anbindung an das Telekom-Netz erfolgen.
Nach Angaben des Bürgermeisters erwachsen der Gemeinde Mettenheim durch die Baumaßnahmen rund 1,54 Millionen Euro an Kosten, die aber aufgrund zugesagter staatlicher Zuschüsse um etwa 80 Prozent gemindert werden. Gerade erst erhielt Schalk eine Einladung des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, um am 24. Juli den Förderbescheid entgegenzunehmen. Er freut sich über diese „Investition in die Zukunft“, die über seine Amtszeit als Bürgermeister hinausreichen wird.
Dem Bürgermeister ist es auch wichtig, dass die betroffenen Bankette und Straßen nach ihrer Aufgrabung für den Breitbandausbau wieder ordentlich verdichtet und Folgeschäden nach Möglichkeit vermieden werden. Einzelheiten des Breitbandausbaus beabsichtigt er zum Thema einer allgemeinen Informationsveranstaltung mit der Telekom für die Bürger zu machen. Denn gerade bei der Verwirklichung des Höfe-Programms gilt es aus seiner Sicht, die künftigen Nutzer „mit ins Boot zu holen“.