Tapfer mit den Bierfuizln gekämpft

von Redaktion

Die erste Bierfuizl-Meisterschaft in Ampfing war geprägt von Spannung und Emotionen. Florian Gantenhammer kann den ersten Wanderpokal – gestiftet von Jugendreferent Stefan Gillhuber – mit nach Hause nehmen.

Bürgermeister Josef Grundner war auch ein Bauherr.

Ampfing – Knapp 50 Teilnehmer traten in drei Kategorien (Kinder, Jugendliche und Erwachsene) bei der ersten Bierfuizl-Meisterschaft in Ampfing an. Organisatorin Otti Gantenhammer, die Jugendleiterin der „Isentaler Ampfing“, zeigte sich zufrieden mit der Resonanz.

Bevor es losging, waren die Kinder schon ganz schön aufgeregt. Auf Nachfrage sagten einige, sie hätten schon zu Hause geübt und auch versucht, verschiedene Techniken auszuprobieren. Leider gebe es irgendwie keinen Trick. Das Beste sei, einfach die Bierfuizl als Dreiecke nebeneinanderzustellen, und oben mit einem Weiteren abzuschließen. So könne man Stockwerk um Stockwerk bauen. Wenn es einer gut drauf hat, so Otti Gantenhammer, kann er sein Haus schon über einen Meter hoch bauen.

Die Wettbewerbsaufgabe war: mit 200 Bierfuizln in 30 Minuten ein Haus so hoch wie möglich zu bauen. Sollten Teilnehmer am Ende der Zeit die gleiche Höhe haben, entschied ein Rittern unter den Teilnehmern.

Volle Konzentration und Ruhe – auch unter den Zuschauern – herrschte während des Bauens. Es war so still, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Es wurden sogar die Schuhe ausgezogen, damit die Teilnehmer durch das „Klackern“ nicht gestört wurden. Zügig ging es mit den Bauen voran. Während die einen in die Länge bauten, stockten die anderen nach oben auf. Die Konzentration ließ die Luft in der Halle knistern. Die einen bauten sitzend, andere knieten am Boden oder stellten sich auf einen Stuhl, um besser an ihre Gebäude zu kommen. Wie konzentriert die Teilnehmer waren, zeigte sich am angestrengten Blick, den zusammengepressten Lippen oder auch, dass sie sich immer wieder die Lippen leckten.

Dabei lagen Glück und Pech ganz eng beieinander: Nur ein kleiner Wackler oder der Versuch, ein Fuizl zurechtzurücken, und schon stürzte das Haus im Dominoeffekt zusammen. Dicke Tränen flossen da bei manchen Kindern, doch keines ließ sich unterkriegen und begann immer wieder von vorn, bis die Zeit zu Ende war.

Am Ende zeigten sich alle schwer begeistert. „Wir machen alle wieder mit“, so der Tenor der Teilnehmer. Bürgermeister Josef Grundner lobte bei der Siegerehrung die gute Idee, die Otti Gantenhammer hatte. Er war so begeistert, dass er selber bei den Erwachsenen antrat, allerdings nicht unter die ersten drei kam.

Wegen des Erfolgs gab Otti Gantenhammer an, dass es „natürlich eine Fortsetzung im nächsten Jahr gibt“.

Die „Master of Bierfuizl“

Wir machen alle wieder mit.

Die Teilnehmer der Bierfuizl-Meisterschaft

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