Rattenkirchen – Mit allen Stimmen hat der Gemeinderat beschlossen, alle Straßenbeleuchtungseinrichtungen in der Gemeinde Rattenkirchen auf LED-Technik umzurüsten. Im Gemeindegebiet stehen 93 Straßenbeleuchtungseinrichtungen, davon sind 71 mit Quecksilberdampf-, beziehungsweise Natriumdampf-Hochdrucklampen oder Leuchtröhren bestückt.
Quecksilberdampflampen dürfen seit 2015 nicht mehr in den Handel gebracht werden. Somit ist die Versorgung mit Ersatzlampen nicht mehr gewährleistet. Hinzu kommt ein sicherheitstechnischer Aspekt, denn mit der LED-Technik können die Sichtverhältnisse an Straßen und Wegen durch gezielte Beleuchtung verbessert werden. Ein weiterer Aspekt ist der ökologische. Mit dem Umbau der Straßenbeleuchtungseinrichtungen auf LED kann der Energieverbrauch um 78 Prozent gesenkt werden.
Sogenanntes Streulicht (Lichtverschmutzung) wird durch den zielgerichteten Lichtstrahl reduziert. Insekten werden dank der geringen UV-Strahlung weniger angelockt. Außerdem gilt es, den wirtschaftlichen Aspekt zu berücksichtigen. Die Amortisationszeit durch die Stromeinsparung liegt je nach Leuchtentyp zwischen 4,5 und 8,2 Jahren. Zusätzlich reduzieren sich die Wartungskosten, da LED-Leuchtmittel eine deutlich längere Lebensdauer haben.
Die technische Umsetzung dürfte keine Schwierigkeiten bereiten. Bei den Pilzleuchten wird das Gehäuse mit LED-Einsatz bestückt, bei der Bavaria-Leuchte das Leuchtmittel gegen einen LED-Einsatz ausgetauscht. Bei den Peitschenleuchten wird der Masten eingekürzt und ein Gehäuse mit LED-Einsatz montiert.krl