Mühldorf – Irgendwann um 6 Uhr morgens war dann auch für Doris Feil endlich Feierabend. Zum ersten Mal hat die Mitarbeiterin des Kulturbüros das Altstadfest federführend organisiert. Gestern – nach 24 Stunden im Einsatz – zeigte sie sich zwar erschöpft, aber überglücklich, dass alles reibungslos geklappt hat. „Es ist super gelaufen! Das habe ich nicht nur durch die Gespräche mit den Leuten gemerkt. Auch die zahlreichen Kurzmeldungen auf dem Handy bestätigen, dass das Fest ein voller Erfolg war, inklusive aller Neuerungen.“
Tanzboden
war gut gefüllt
Zu den Neuerungen zählte am Samstag der Tanzboden im Haberkasten Innenhof, wo das „Duo For You“ mit Ulli und Eva Luginger mit ihrer Schlagermusik zum Tanzen einluden. Die Generation 40 plus hat davon rege Gebrauch gemacht. Eine weitere Neuerung war die Bühne gegenüber dem Kulturbüro, wo bereits seitdem Nachmittag sieben Nachwuchsbands ihr Repertoire abspielten – nicht nur Musik für die jüngere Generation. Beides, Tanzboden und eine Plattform für Nachwuchs-Bands, will man beibehalten, bestätigt auch der Chef des Mühldorfer Kulturamts, Walter Gruber.
Blasmusik vormittags auf der Wies und bis in den Nachmittag hinein am Stadtplatz. Bodenständiger Rock’n‘Roll auf Höhe des Beachevents, Soul am Altöttinger Tor und Rockmusik auf der großen Bühne durch die Bayern-3-Band: „Die hat das Altstadtfest gerockt“, findet auch Doris Feil, die ein großes Kompliment an alle Bands ausspricht: „Die haben sich alle an die Absprachen gehalten. Schlag Mitternacht war die Musik aus!“
Im Kinderland tobten sich die jüngsten Besucher aus. Feil freute sich hier besonders darüber, dass so viele Vereine an einen Strang zogen, von Boulderwand bis Fahrradparcours war für Abwechslung gesorgt. „Mit den Vereinen zusammen hat das wunderbar geklappt. Sie haben einen großen Anteil daran, ein Fest von Mühldorfern für Mühldorfer zu kreieren!“
Aufgrund der Hitze hielt sich der Ansturm am Nachmittag noch in Grenzen, viele zogen das Baden vor. Aber in den frühen Abendstunden füllte sich dann Mühldorfs gute Stube. „Die Schausteller haben guten Umsatz gemacht und waren alle zufrieden“, zieht Doris Feil zufrieden Bilanz.
Dass der Stadtplatz gestern morgen bei Tagesanbruch schon wieder picobello war, dafür dankt Feil ausdrücklich dem Bauhof, die fleißigen Helfer im Hintergrund, die man kaum wahrnimmt, aber die immer zur Stelle seien, wenn man sie braucht. „Ohne die wäre das alles nicht machbar!“