Sommer treibt Einsatzzahlen in Höhe

von Redaktion

BRK-Bereitschaft: Unterstützungsgruppe Rettungsdienst schon 60-mal ausgerückt

Haag – Das bisher heißeste Wochenende des Jahres genossen viele Bayern am See, beim Grillen oder im Freibad. Allerdings bringt die sommerliche Witterung nicht nur Badespaß, sondern auch eine erhöhte Anzahl an medizinischen Notfällen. Da stoßen die Kapazitäten des Rettungsdienstes auch mal an ihre Grenzen. Um jedoch die medizinische Notfallversorgung in diesen Spitzenzeiten sicherzustellen, hat sich in den vergangenen zwei Jahren die Unterstützungsgruppe Rettungsdienst, „UG Rett“ genannt, der BRK-Bereitschaft Haag etabliert.

Hierbei handelt es sich um eine Gruppe ehrenamtlicher Sanitäter, Rettungssanitäter und -assistenten sowie Notfallsanitäter, die entsprechend ausgebildet sind, sich regelmäßig fortbilden und auch im regulären Rettungsdienst eingesetzt sind. Während die Besatzung des regulären Rettungsdienstes an der Rettungswache stationiert ist, erfolgt die Alarmierung dieser Bereitschaftsmitglieder ähnlich wie bei der Feuerwehr: Über Piepser werden die Helfer in ihrer Freizeit, zu Hause oder im Beruf alarmiert. Schnellstmöglich eilen sie zum BRK-Depot in der Haager Heimgartenstraße und besetzen den Rettungswagen der Bereitschaft. Mit Blaulicht und Martinshorn geht es zum Patienten, um diesem kompetente und schnelle medizinische Hilfe zukommen zu lassen. Bei mehreren Hilfsbedürftigen, zum Beispiel nach einem Verkehrsunfall, kann sogar noch ein weiterer Reserve-Rettungswagen in Betrieb genommen werden. Alle Ehrenamtlichen der Unterstützungsgruppe Rettungsdienst eint das Ziel, der Bevölkerung in und um Haag in Notfällen schnell zur Seite zu stehen, um helfen zu können. Dieses Engagement ist unentgeltlich und wird rein ehrenamtlich erbracht. Die Einsatzzahlen belegen die Notwendigkeit: Allein im ersten Halbjahr 2019 verzeichnete die Unterstützungsgruppe Rettungsdienst bereits über 60 Einsätze – alleine in der Hitze des letzten Juni-Wochenendes kam der Rettungswagen der Unterstützungsgruppe in 24 Stunden auf sieben Einsätze. Im Vergleich: 2018 waren es insgesamt 49 Einsätze am Jahresende.

Ohne diesen weitgehend unbekannten Hintergrunddienst müssten die Betroffenen auf Hilfe von anderen Wachen in Wasserburg, Dorfen oder Waldkraiburg warten, berichtet das BRK. „Die Ausrückzeiten der Haager Bereitschaft zeigen, dass hier wertvolle Zeit gespart werden kann. Man kommt nach den ehrenamtlich geleisteten Stunden nach dem Einsatz oftmals erschöpft nach Hause, jedoch immer mit dem Gefühl, etwas Gutes getan zu haben. Ohne das engagierte, 15-köpfige Team der Unterstützungsgruppe Rettungsdienst könnte man die vielen Einsätze des frequentierten Rettungswagens der Unterstützungsgruppe nicht absolvieren“, betont Niklas Nitsche, einer der aktiven Mitglieder der Einsatzgruppe. re

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