Neumarkt-St. Veit/Buchbach – Exakt 86727,39 Euro – so viel Geld erhält die Stadt Neumarkt-St. Veit für die Errichtung einer Jugendfreizeitanlage. Mit großer Freude nahm Neumarkts Bürgermeister Erwin Baumgartner im Rahmen einer Feierstunde im Buchbacher Rathaus diesen großzügigen Leader-Förderbescheid entgegen. Damit will die Stadt eine attraktive Jugendfreizeitanlage erstellen, als Treffpunkt für Kinder und Jugendliche und sportlich orientierte Erwachsene. Dazu soll in ein Minispielfeld (Fußballkäfig) und eine Rollsportanlage investiert werden. Die geplanten Kosten liegen bei rund 179000 Euro.
Nachholbedarf
für Freizeitgelände
Begründet hat die Stadt ihren Projektantrag damit, dass in der Stadt Neumarkt-St. Veit derzeit 1936 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 30 Jahren leben. Bisher sei aber kein wirklich attraktives Freizeitgelände für diese Zielgruppen vorhanden. Schüler der Mittelschule hätten letztes Jahr den Wunsch nach einer attraktiven Jugendfreizeitanlage in der Stadt geäußert. Die bestehende Skateranlage sei seit fünf Jahren nicht mehr in Betrieb gewesen. Auch der Stadtrat habe dieses Problem erkannt und angeregt, zu prüfen, ob es auf der ungenutzten Skateranlage möglich wäre, zusätzlich einen Fußballkäfig aufzustellen, eine Art Kleinspielfeld, das durch Bande und hohe Netze so sicher ist, dass Kinder und Jugendliche ihn ohne Bedenken nutzen können.
Neben der öffentlichen Hockeyanlage mit integrierter Basketballanlage, wäre ausreichend Platz für den geplanten Fußballkäfig und eine moderne Rollsportanlage vorhanden.
Der Standort wäre ideal, da er über einen Gehweg erschlossen sei und die Jugendlichen die Freizeitanlage verkehrssicher erreichen könnten. Zudem wäre in direkter Nähe der Fußballplatz des TSV Neumarkt-St. Veit.
Dem demografischen
Wandel begegnen
Die bestehende Skateranlage solle zudem zu einer Mehrgenerationen-Rollsportanlage für Rollerblades, Rollschuhe, Skateboards, Wakeboards und Rollstühle umgebaut und dadurch für alle Altersgruppen attraktiv werden, wozu die Asphaltoberfläche verbessert und vergrößert werden müsse.
Da es eine solche Einrichtung für Jugendliche und Kinder in der näheren Umgebung nicht gebe, gehe die Stadt davon aus, dass auch Kinder und Jugendliche umliegender Gemeinden das Angebot nutzen werden. Die Benutzung der Anlage soll kostenlos erfolgen.
Primäres Ziel dieses Projektes sei, in einer überalternden Gesellschaft den Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen Raum in der Stadt zu geben, der sie emotional an die Stadt bindet und dem demografischen Wandel innerhalb der Stadt entgegengewirkt.
Der Vorsitzende des Mühldorfer Netzes, Thomas Einwang, erinnerte an die Anfänge der Leader-Förderung und des Mühldorfer Netzes am 16. Mai 2014. Damals sei der Leitsatz „Gut Leben im Landkreis Mühldorf, Heimat, Geborgenheit, Zusammenhalt, Barrierefreiheit“, für die Leader-Förderperiode 2014 bis 2020 ausgegeben worden.
Es gibt noch Restmittel
Der Vertreter des für die Leader-Förderung zuständigen Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Rosenheim, Sebastian Wittmoser, kündigte für den Rest der Förderperiode ein kleines Windhundverfahren für die Restmittel an. Er zeigte sich überzeugt davon, dass es im Landkreis noch genügend Projekte gebe, ob bei Kommunen, Stiftungen und Vereinen, auch Privatpersonen.
Die bislang unterstützten Projekte dienten in erster Linie der Bevölkerung, aber auch dem wachsenden Tourismus im Landkreis.