Aspertsham/Irl – „Auf dem Land ist das kirchliche Leben noch in Takt“, diesen Eindruck gewannen auch die Besucher der Pfarrversammlung beim Wirt z‘Irl. Die wichtigste Botschaft an diesem Abend: Nachdem Pfarrvikar Michael Brüderl den Pfarrverband Schönberg verlassen hat und auch kein neuer Pfarrer kommen wird, muss der Pfarrverband zum Teil neu strukturiert werden.
Nur ein Priester für
zwei Pfarrverbände
Zuerst hatte man gehofft, Brüderl bliebe noch ein Jahr länger im Pfarrverband, dann wäre mehr Zeit für die Verteilung der neuen Aufgaben in Absprache mit Neumarkt gewesen, meinte auch der neue Pfarrgemeinderatsvorsitzende Helmut Maier. Und so beschäftigte sich die Versammlung damit, wie in Zukunft Pfarrverband und Pfarrei aufgestellt werden sollen.
Wie Gemeindereferentin Elisabeth Naurath ausführte, seien die Pfarrverbände Neumarkt und Oberbergkirchen zwar eigenständig, doch stünde nur ein Priester für beide Pfarrverbände zur Verfügung. Es sollten schnell Lösungen gefunden werden. Zuständig für die heiligen Messen, für Taufen, Trauungen und Beerdigungen seien nach wie vor Pfarrer und Kaplan, was einen großen Arbeitsaufwand bedeute. Denn: Eine Gottesdienstordnung müsse nicht mehr für nur fünf Pfarreien aufgestellt werden, sondern für zehn – also doppelt so viele! Dekan Franz Eisenmann hat dazu mehrere Modelle ausgearbeitet, zum Tragen kommt nun ein vierwöchiger Rhythmus. Einmal im Monat ist ein Vorabendgottesdienst geplant, Beginn der heiligen Messe ist am Sonntag einmal um 8.30 Uhr und einmal um 10 Uhr. Einmal im Monat fällt der Gottesdienst komplett aus. Der Vorabendgottesdienst am Samstag beginnt um 19 Uhr, nicht wie bisher im Winter um 14.30 Uhr. Damit bliebe der Samstagnachmittag für eventuelle Beerdigungen frei. Die Werktagsgottesdienst sind stark eingeschränkt. Der Plan ist zunächst für ein Jahr vorgesehen, dann wollen die Seelsorger überprüfen: Hat er sich bewährt oder muss die Einteilung überarbeitet werden?
Seniorenfeier
am 3. Dezember
Naurath berichtete, dass die Pfarrei Aspertsham in ihrem Zuständigkeitsbereich liege. Um einen Ministrantendienst zu ermöglichen, werden die Beerdigungen auf 14.30 Uhr verlegt. Vereinsfeste oder Veranstaltungen, bei denen ein Gottesdienst mit eingebunden sein soll, sollen mit dem Pfarramt rechtzeitig abgesprochen werden. Die Krankenkommunion wird beibehalten, die Seniorenfeier findet am 3. Dezember statt.
Verwaltungsleiter
kommt Anfang 2020
Die Stelle als Verwaltungsleiter wurde ausgeschrieben und soll Anfang nächsten Jahres besetzt werden. In dringenden Seelsorgsfällen kann man sich, wenn im Pfarramt Oberbergkirchen niemand erreichbar ist, an das Pfarramt Neumarkt-St. Veit wenden. Von der Steuerungsgruppe wird ein „Pastoralkonzept“ erstellt und die Richtung vorgegeben; es soll von den Pfarreien mitgetragen und von Jahr zu Jahr verbessert werden.
Kirchenpfleger Esterl zog Bilanz über die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Pfarrei und die Tätigkeiten in der Kirchenverwaltung. Mit einem erheblichen Aufwand sei die gesamte Hecke um den Friedhof zugeschnitten worden, die Gemeinde hat ein am Friedhof angrenzendes Grundstück erworben.
Pfarrkirche wird
500 Jahre alt
In fünf Jahren, 2024, wird die Pfarrkirche 500 Jahre alt. Aus diesem Anlass soll eine Innenrenovierung erfolgen. Der Schnittpunkt für die Übernahme der Kosten liegt bei 100000 Euro. Bei Überschreitung der Summe wird die Baumaßnahme vom Ordinariat betreut und bei einer Warteliste kommt es zu Verzögerungen. Bei Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben zeichnete sich ein Haushaltsüberschuss von 7000 Euro. Erfreulich waren die Rücklagen. Mit dieser angesparten Summe wäre die Innenrenovierung der Kirche zu schultern.fma