Ludwig Linzinger
Hermann
Brix
Bernhard
Schmid-huber
Egglkofen – Radwege, Straßen und ein Bauhof in der Planung: Egglkofens Bürgermeister informierte bei der gut besuchten Bürgerversammlung im Gasthaus Schober wieder kurz und bündig.
Ziegleder begann, seine Bürger zunächst über die Zahlen zu informieren. Von derzeit 1240 Einwohnern haben nur 47 in der nördlichsten Gemeinde im Landkreis ihren Nebenwohnsitz. Insgesamt ist die Einwohnerzahl im letzten Jahr um fünf gestiegen.
1,5 Millionen
Euro Guthaben
Dann listete das Gemeindeoberhaupt die Finanzen auf und bezifferte das Guthaben auf fast 1,5 Millionen Euro. Den Schuldenstand gab er mit über zwei Millionen Euro bekannt. Als wichtigste Ausgaben innerhalb der Gemeinde nannte er die Schulhaussanierung mit 84000 Euro, die Baumaßnahmen am Friedhof mit 66000 Euro, den Ausbau der Bahnübergänge mit 24000 Euro, den Grunderwerb für Radwege mit 24000 Euro und naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen in Höhe von 21000 Euro. Hinzu kamen Ausgaben für Kinderspielplätze, Straßen- und Kanalbau.
Als größte Einnahmequellen nannte er die Beteiligung an der Einkommenssteuer (499000 Euro), die Schlüsselzuweisungen (345000 Euro) und die Gewerbesteuer (193000 Euro), wovon allerdings 760000 Euro an Umlagen weggehen. Die Grundstücksverkäufe schlugen mit 540000 Euro zu Buche.
Als nächste Vorhaben nannte er den Radweg nach Feichten, der im Sommer fertig werden könnte. Ein Radweg nach Aich sei in Kooperation mit den beiden zuständigen Straßenbauämtern vorgesehen, vorausgesetzt, die Grundstücke stehen dafür zur Verfügung. Ausbesserungen an Straßen, vor allem in Harpolden, Dorfberg und Kirchweg, seien dringend erforderlich, betonte Ziegleder. Die Gemeindearbeiter brauchen baldmöglichst einen neuen Bauhof und die Schaffung eines Gewerbegebietes stehe an.
Baugebiet Bergblick bereits im Blick
Da im Baugebiet Bäckerberg nur noch eineinhalb Grundstücke zur Verfügung stehen, wird das neue Baugebiet Bergblick in Angriff genommen. Auch da seien schon Bestellungen oder Vormerkungen eingegangen.
Teure Sanierung
der Kläranlage
Mit sehr hohen Kosten rechnet der Bürgermeister bei der Sanierung der Kanäle und der Kläranlage in Neumarkt-St. Veit, die wohl weit mehr als eine dreiviertel Million Euro betragen wird, schätzte Bürgermeister Ziegleder.
Nach ausführlicher Beantwortung aller Fragen, die anschließend noch gestellt worden waren, strahlte der Bürgermeister: „Das war mit 20 Minuten die kürzeste Bürgerversammlung im ganzen Landkreis.“