Das ganze Jahr in nur 20 Minuten

von Redaktion

Bürgermeister Johann Ziegleder bei der „kürzesten Bürgerversammlung im Landkreis“

Ludwig Linzinger

Hermann

Brix

Bernhard

Schmid-huber

Egglkofen – Radwege, Straßen und ein Bauhof in der Planung: Egglkofens Bürgermeister informierte bei der gut besuchten Bürgerversammlung im Gasthaus Schober wieder kurz und bündig.

Ziegleder begann, seine Bürger zunächst über die Zahlen zu informieren. Von derzeit 1240 Einwohnern haben nur 47 in der nördlichsten Gemeinde im Landkreis ihren Nebenwohnsitz. Insgesamt ist die Einwohnerzahl im letzten Jahr um fünf gestiegen.

1,5 Millionen

Euro Guthaben

Dann listete das Gemeindeoberhaupt die Finanzen auf und bezifferte das Guthaben auf fast 1,5 Millionen Euro. Den Schuldenstand gab er mit über zwei Millionen Euro bekannt. Als wichtigste Ausgaben innerhalb der Gemeinde nannte er die Schulhaussanierung mit 84000 Euro, die Baumaßnahmen am Friedhof mit 66000 Euro, den Ausbau der Bahnübergänge mit 24000 Euro, den Grunderwerb für Radwege mit 24000 Euro und naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen in Höhe von 21000 Euro. Hinzu kamen Ausgaben für Kinderspielplätze, Straßen- und Kanalbau.

Als größte Einnahmequellen nannte er die Beteiligung an der Einkommenssteuer (499000 Euro), die Schlüsselzuweisungen (345000 Euro) und die Gewerbesteuer (193000 Euro), wovon allerdings 760000 Euro an Umlagen weggehen. Die Grundstücksverkäufe schlugen mit 540000 Euro zu Buche.

Als nächste Vorhaben nannte er den Radweg nach Feichten, der im Sommer fertig werden könnte. Ein Radweg nach Aich sei in Kooperation mit den beiden zuständigen Straßenbauämtern vorgesehen, vorausgesetzt, die Grundstücke stehen dafür zur Verfügung. Ausbesserungen an Straßen, vor allem in Harpolden, Dorfberg und Kirchweg, seien dringend erforderlich, betonte Ziegleder. Die Gemeindearbeiter brauchen baldmöglichst einen neuen Bauhof und die Schaffung eines Gewerbegebietes stehe an.

Baugebiet Bergblick bereits im Blick

Da im Baugebiet Bäckerberg nur noch eineinhalb Grundstücke zur Verfügung stehen, wird das neue Baugebiet Bergblick in Angriff genommen. Auch da seien schon Bestellungen oder Vormerkungen eingegangen.

Teure Sanierung
der Kläranlage

Mit sehr hohen Kosten rechnet der Bürgermeister bei der Sanierung der Kanäle und der Kläranlage in Neumarkt-St. Veit, die wohl weit mehr als eine dreiviertel Million Euro betragen wird, schätzte Bürgermeister Ziegleder.

Nach ausführlicher Beantwortung aller Fragen, die anschließend noch gestellt worden waren, strahlte der Bürgermeister: „Das war mit 20 Minuten die kürzeste Bürgerversammlung im ganzen Landkreis.“

Einbahnregelung und Sanierung

Bernhard Schmidhuber fragte, wie die Einbahnregelung am Sonnenweg gestaltet wird.

Bürgermeister Johann Ziegleder: „Das Ergebnis einer Verkehrszählung ergibt wegen 200 Fahrzeugen mehr in die eine Richtung, dass es wohl aufwärts von der Bundesstraße sein wird. Aber wir könnten versuchen, noch bei einem Gesprächstermin im Landratsamt darüber zu reden.“

Hermann Brix fragte, wie das mit den Siedlungsstraßen jetzt weitergehe und wann die fertig werden.

Dazu erwiderte Bürgermeister Ziegleder: „Als noch die Anwohner die Straßenkosten mitbezahlten, da wollten wir Euch schonen und ließen uns Zeit mit der Fertigstellung. Jetzt, wo die Gemeinde bezahlen muss, müsst Ihr uns ein bisserl Zeit geben, denn die Regierung lässt uns Kommunen momentan im Stich. Aber wir bauen die Straßen aus. Noch müsst Ihr Verständnis und Geduld haben.“

Ludwig Linzinger wollte schließlich noch wissen, wie es mit der Straßensanierung Egglkofen nach Elsenbach aussehe.

Ziegleder meinte: „Diese Straße und noch andere sind bei uns ganz vorn in der Dringlichkeit. Wir werden sie angehen, sobald wir etwas Luft haben.“

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